SEO ist schnellebig, oder doch nicht?

Alle Jahre wieder erlebe ich es, daß SEO totgeredet wird. Oder es wird berichtet wie schnell sich SEO verändert und das nichts mehr so ist, wie es einst war. Ich betreibe SEO jetzt seit zehn Jahren, davon sechs als Inhaber einer eigenen Agentur. Als ich anfing mich mit SEO zu beschäftigen, war die Gilde der SEOs in Deutschland noch recht übersichtlich, heute bezeichnet sich jeder als SEO der es schafft bei einer viertklassigen Keywordkombination aus fünf Begriffen auf die erste Ergebnisseite zu gelangen.

Was hat sich verändert in Sachen SEO?

Eigentlich nicht viel. SEO ist und bleibt ein Handwerk, das hat nichts mit Hexerei zu tun. Schon vor zehn Jahren gab es Begriffe auf die es recht schwer war zu optimieren, andere dagegen waren Pillepalle. Das ist heute nicht anders, teilweise betrifft dies noch die gleichen Keywords, teilweise ganz andere.

Grundlage ist immer noch eine gute Onsiteoptimierung, d.h. individuelle Title-Tags und Description für alle Unterseiten, ein Indexausschluß für nicht im Index benötigte Unterseiten, Vermeidung von duplicate Content, saubere URL-Struktur und eine gut durchdachte interne Verlinkung. Alles kein Hexenwerk, will aber gut gemacht werden. Bei vielen Webseiten hapert es auch heutzutage nocht an diesen Basics, die nun schon seit vielen vielen Jahren Standard sein sollten.

Als weitere Grundlage gehören natürlich eingehende Links dazu. Auch daran hat sich seit vielen Monden nicht wirklich etwas geändert.

Aber was hat sich denn nun geändert in all den Jahren in Sachen SEO?

Im Grunde genommen nicht viel, vielmehr sind nur neue Möglichkeiten hinzugekommen sein Suchergebnis „hübscher“ zu gestalten durch Einblendung von Video-Thumbnails, Bewertungen oder neuerdings halt die Verknüpfung mit Google+. Zudem achtet Google mehr auf die inhaltliche Qualität der Webseite, sprich auf die Texte. Aber letztlich sollte es eh normal für jeden Webmaster sein, daß er wirklich vernünftige Texte auf seine Webseite drauf packt, wenn er damit etwas erreichen möchte. Immer wieder schraubt Google mal ein wenig an den Filtern herum, langfristig betrachtet sind das aber immer nur Kleinigkeiten die SEO weder in Frage stellen, noch Veranlassung geben sollten am Sinn von SEO zu zweifeln.

Lohnt es sich auch heute noch in Sachen SEO zu investieren?

Durchaus ja. Sicherlich kann es je nach Thema bereits recht aufwendig sein, sich vorne zu platzieren. Auch heute noch gibt es viele Themenbereiche, gerade auch im Segment der lokalen Suche, wo es vergleichsweise leicht ist sich vorne zu positionieren und somit gezielt auf sich aufmerksam zu machen. Dennoch gilt zu bedenken, daß der Aufwand heutzutage aufgrund wachsender Konkurrenz bereits bedeutend höher anzusetzen ist, als noch vor fünf Jahren.

Alles in allem kann man feststellen, daß es zwar immer wieder Veränderungen in Sachen Suchmaschinenoptimierung gibt, die gesamte Thematik aber nicht so schnellebig ist, wie sie von manch einem hingestellt wird.

2 Gedanken zu „SEO ist schnellebig, oder doch nicht?

  1. Trixy Freude

    Schön gesagt. Einen kleinen Unterschied sehe ich: Während du vor zig Jahren mit einer fiesen, hässlichen Webseite ohne Semantik & Co. top sein konntest – was natürlich aufgrund mangelnder Konkurrenz auch nicht immer schwer war – ist es heute schon schwer, mit Tabellenfrickelfrackel und ähnlichem Murks vernünftig gelistet zu werden. So ist wenigstens mein Eindruck?

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