Pinguin-Update und der 301-Fluch

 

Vor kurzem war ich mal wieder mit dem Abbau schädlicher Links bei einem Kundenprojekt beauftragt worden. Bei der Analyse des Projektes fiel mir auf, daß viele der als schädlich vermuteten Links ganz woanders hin verwiesen, nur nicht auf das eigentliche Kundenprojekt. Der Grund war schnell gefunden. Einige gedroppte Keyworddomains waren per 301 auf das Kundenprojekt geroutet worden und die darauf verweisenden schädlichen Links machten sich nun negativ bei dem Kundenprojekt bemerkbar. Das gleiche geschah mit Links, die auf nicht mehr existierende Subdomains des Kundenprojektes verwiesen. Die aufgelösten Subdomains routeten inzwischen auf die Startseite des Kundenprojektes.

Während ich anderer Stelle dazu riet, die Webmaster anzuschreiben und die entsprechenden Links entfernen zu lassen, kann man es sich hier unter Umständen auch einfacher machen und die 301-Weiterleitungen entfernen. Dadurch werden die schädlichen Links nicht mehr zur wichtigen Webseite durchgereicht. Im Zweifelsfall legt man sich eine weitere Domain an, die nicht mit der Hauptseite verlinkt ist, packt da eine Landingpage drauf und routet die entsprechenden Altdomains dahin weiter. Entweder beginnt die dann zu ranken oder halt nicht. Im Zweifelsfall kann man darüber wenigstens für ein paar Woche paar Abverkäufe machen, Newsletterabonnenten gewinnen oder ähnliches.

Der Arbeitsaufwand die 301-Weiterleitung zu ändern ist auf jeden Fall bedeutend geringer als unter Umständen eine dreistellige Zahl an Mails rauszuschicken und um Entfernung der Links zu bitten.

Natürlich kann man auch heute noch gedroppte Domains zum Linkaufbau nutzen und nicht immer muß es so negativ ausgehen wie hier in diesem Fall. Dennoch ist anzuraten die jeweilige Domain vor der 301-Weiterleitung erst einmal in Sachen eingehender Links zu analysieren, diese ggf. zu bereinigen oder die Domain am Anfang mit eigenen Inhalten zu versehen und deren Ranking zu beobachten. Einfach irgendwelche vermeintlich tollen Domains grabben und dann einfach so auf das eigene Projekt weiterrouten, sollte man jedenfalls nicht. Das kann dann zu solchen Ergebnissen wie im hier beschriebenen Beispiel führen.