“SEO ist tot!” tönt es fast jeden Monat einmal durch das Internet. Meistens geschieht dies, wenn Google mal wieder ein neues Feature launcht.
Ich bin jetzt auch schon eine ganze Zeit im SEO-Bereich unterwegs. So vor rund 10 Jahren begann meine SEO-Laufbahn. Seit dem hat sich einiges verändert und mit der Zeit nahmen die Rufe “SEO ist tot!” immer mehr zu. Im übrigen: mit SEO kann man immer noch sehr gute Ergebnisse erzielen. Sicher, der Konkurrenzkampf nahm mit den Jahren immer mehr zu, aber unter tot stelle ich mir etwas ganz anderes vor.
Der neueste Coup von Google ist, daß im eingeloggten Zustand die Suchergebnisse stärker mit Google+ verknüpft werden und so Ergebnisse die von eigenen Kontakten geplusst worden weiter vorne angezeigt werden.
Das hat, wenn man mal genau drüber nachdenkt, nur bedingt Einfluß auf die Suchergebnisse und auch auf den Traffic der einzelnen Webseiten. Warum die Aufregung mal wieder vollkommen umsonst ist, so wie in den zig Dutzend Fällen davor auch, möchte ich mal kurz erklären.
1. Nicht jeder googelt im eingeloggten Zustand.
2. Nicht jeder nutzt Google+.
3. Nicht jeder hat zu jedem Suchergebnis Google+-Freunde die auch mal was passendes geplusst haben.
4. In der Regel sucht man ein- bis zweimal nach irgendwas. Niemand, außer wir SEOs, sucht regelmäßig (sic!) nach bestimmten Begriffen.
5. Nur weil ein Google+-Kontakt etwas geplusst hat, bedeutet das noch lange nicht, daß man selbst draufklickt.
Fazit: es wird sich nicht wirklich viel verändern. SEO ist auch dieses Mal nicht gestorben.
Wäre ich jedes Mal in Panik verfallen, würde ich inzwischen schon Stammkunde der Pharmaindustrie sein und mein Leben aus der Einnahme von Beruhigsmitteln und Herztabletten bestehen. Allerdings: ich habe immer noch einen ab und an viel zu niedrigen Blutdruck. So schlimm ist es also nicht.
Von daher: einfach locker bleiben und nicht jedes Mal gleich denken, daß SEO jetzt wirklich tot ist. So lange es Suchmaschinen gibt, so lange wird es auch Suchmaschinenoptimierer und ihre Dienstleistungen geben, auch wenn der Markt auch in Zukunft nicht leichter werden wird.


