Gastbeitrag: Linkaufbau? Ja, aber wie?

Wer seine Webseite in den Suchmaschinen nach vorne bringen möchte für den ist das Thema wichtig. Google macht es uns allerdings im Moment nicht leicht das Thema anzugehen. In der Vergangenheit haben mehrere Updates von Google den Ranking Faktor „eingehende Links zur Zielseite“ stark beeinflusst. Mit der Folge, dass sich eine sehr große Verunsicherung in der SEO Branche breit macht.

Linkaufbau

Linkaufbau


Das Linkbuilding ist zur Königsklasse im SEO mutiert, während man noch in der Vergangenheit ganz einfach Links aufbauen konnte ohne großartig auf die Qualität der Links zu achten, kann man heute mit nur wenigen Links mit harten Money Keywords einen ganzen Onlineshop die Sichtbarkeit in Google kaputt machen. Erfahrung und Fingerspitzengefühl sind nun mehr denn je gefragt. Neben der Qualität der linkgebenden Seite und der Themenrelevanz, gibt es noch viele andere Faktoren für den Link zu beachten.

  • Welcher Linktext wird verwendet?
  • Ist der Link follow oder nofollow?
  • Wo ist der Link auf der Seite positioniert?
  • Wie stark wird der Link geklickt?
  • In welchem Kontext erscheint der Link?
  • Gibt es noch weitere externe Links auf der Seite?
  • Wenn ja, wie vertrauenswürdig sind die anderen verlinkten Seiten?
  • Wie passt der eingehende Link in das Linkprofil der eigenen Seite?
  • Wie schnell baut der Wettbewerb Links auf oder ab?

Usw.

Die Liste kann man noch weiter fortsetzen aber ich erspare mir jetzt weitere Details. Fakt ist, das ganze Thema ist nicht mehr so trivial wie vor ein paar Jahren. Das Thema ist sogar so komplex geworden, dass das Linkbuilding für eine große Internetseite einen eigenen Linkbuilding Manager benötigt, der sich nur mit diesem Thema befasst.

Professionelle Linkbuilding Tools für den Linkaufbau

Mittlerweile gibt es auch verschiedene SEO Tools die sich auf das Thema Linkbuilding & Management spezialisiert haben, z.B. Linkresearchtool, Linkbird und Linkbutler um nur die bekanntesten Tools zu diesem Thema zu nennen. Diese onlinebasierten Programme helfen ungemein im Linkmanagement. Wer größere Projekte im Linkbuilding betreut, sollte sich unbedingt mit diesen Tools beschäftigen. Mit ihnen lassen sich Linkpartnerschaften perfekt verwalten und kontrollieren. Neue Linkquellen können mit ihnen erschlossen werden. Wir wegen Link bilden abgestellt von Google abgestraft wurde sollte sich auf jeden Fall die Linkresearchtools ganz genau ansehen. Denn mit Ihnen kann man schlechte Links für die eigene Seite identifizieren.

Linkaufbaustrategie für die Zukunft

An dieser Stelle spare ich mir da übliche großartige Content Blablabla. Ich gehe einfach davon aus, dass jeder nur großartigen Content seinen Lesern zur Verfügung stellt, der aktiv SEO betreibt.

Erst vor kurzem wurden Linkmarktplätze wie Teliad oder Rankseller abgestraft. Webseiten die über diese Plattformen Links gekauft und verkauft haben, sind von Google mit einer „manuellen Maßnahme“ bestraft worden und sollten schnellstmöglich die gekauften bzw. verkauften Links abbauen oder mit „nofollow“ entwerten. Linkmarktplätze sollten generell gemieden werden, denn es ist für Google ganz einfach diese Links zu identifizieren. Man kann nie sicher sein, dass nicht doch Testkäufe von Google Mitarbeitern über solche Marktplätze getätigt werden, oder der Mitbewerber einen bei Google anschwärzt.

Neue Linkquellen sollten persönlich im direkten Kontakt oder in nichtöffentlichen Gruppen erschlossen werden.

Man bezahlt also nicht nur die Links die Aufgebaut werden, sondern vielmehr auch für das Know-how und das Vertrauen, dass der Linkbuilder über die Jahre aufgebaut hat mit. Linkbuilding ist immer noch eine hochgradig soziale Angelegenheit und man sollte als Linkmanager immer offen für neue Kontakte sein. Am leichtesten kommt man auf SEO-Treffen /Events, Barcamps und Branchentreffen mit potentiellen Linkgebern in Kontakt.

Was ich immer wieder erlebe, ist dass die aktuellen Geschäftspartner eine unterschätzte Linkquelle sind. Hier sollten gerade kleine Unternehmen als erstes ansetzen um Links für die eigene Website zubekommen. Manchmal kann es auch sinnvoll sein von einem eigenen Seitennetzwerk Links zu bekommen. Man baut also weitere themennahe Internetseiten auf und verlinkt dann immer thematisch passend zu seinen eigenen Seiten. Große Medienhäuser, wie z.B. Springer tun so etwas auch ganz offen. Ein Blick im Footer spricht Bände über diese Art von Linkbuildingstrategie.

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Sammy Zimmermanns geschrieben. Er ist seit über 10 Jahren aktiv im SEO tätig und bloggt regelmäßig im Netz. Falls Sie Interesse an seinen Dienstleistungen haben, können Sie ihn über internet-pr-beratung.de, Facebook oder Google+ kontaktieren.

Google stampft das Authorship ein

Nun ist es offiziell: das Google Authorship wird komplett abgeschafft. Es wurde wohl auch zu selten benutzt und schaut man mal über die SEO/Social Media-Grenze hinweg, dann kann man das eigentlich so bestätigen. Wenn man nach Rechtsanwälten, Friseuren, nach Autos oder was auch sonst immer suchte: es waren nur weniger Google+ Profilbilder zu sehen, sprich es wurde nur sehr selten eingebaut. Vielleicht war Google damit ein wenig zu früh gestartet, vielleicht war es doch für manchen zu kompliziert, vielleicht lags an der anfänglich verhaltenen Nutzung von Google+.

Wie auch immer, ich empfinde es als schade. Allerdings gehe ich nicht davon aus, daß Google das auf sich beruhen lässt und weiter nach passenden Verknüpfungsmöglichkeiten sucht.

Google sagt zwar, daß der Wegfall der Profilbilder keine Auswirkungen auf die Klickraten hat, doch in einigen Bereichen dürfte das nicht stimmen, insbesondere da wo nur wenige Leute die Verknüpfung hergestellt hatten und dort somit als Vorreiter galten.

Im SEO / Social Media-Bereich, wo fast bei jedem der vorderen Ergebnisse das Bild zu sehen war, dürfte es tatsächlich keine signifikanten Auswirkungen haben.

Was Google sich als nächstes einfallen lassen wird, weiß wohl noch niemand, aber irgendwas wird kommen. Es hat jetzt übrigens weder Vor- noch Nachteile wenn man die gesetzte Verknüpfung bestehen lässt. Wer sich also den Aufwand der Entfernung sparen will, kann das tun. Wer weiß, vielleicht ist die irgendwann doch mal wieder zu etwas nützlich.

Ganz verschwinden die Google+ Profilbilder aber nicht aus den Serps. Bei eingeblendeten Google+ Suchergebnissen von eigenen Kontakten sind diese weiterhin sichtbar. Dazu hatte ich erst kürzlich hier ausführlich etwas geschrieben.

Mal wieder viel Bewegung im Suchmaschinenumfeld. Es bleibt weiter spannend.

URL-Strukturänderung und was man beachten sollte

Gerade habe ich aktuell ein bis vor kurzem sehr gut rankendes Projekt auf dem Tisch. Top Rankings bei allen wichtigen Begriffen, selbst bei hart umkämpften Singlekeywords. Und plötzlich rutscht ein Ranking nach dem anderen ins Nirvana.

Abstrafung durch Google? Fehlanzeige.

Dann kommt raus: Kunde hat die Seite komplett überarbeitet, zahlreiche Inhalte ausgetauscht und die neuen Inhalte auf neue Unterseiten gepackt, die alten Unterseiten gelöscht und dort wird jetzt ein 404 ausgegeben.

Nun, ca. vier Wochen nach der Umstellung sind große Teile der Rankings verschwunden, Tendenz steigend (oder sollte man eher fallend sagen?). Die alten Unterseiten wurden bei Google inzwischen zu großen Teilen deindexiert, die neuen ranken nicht, da ihnen auch die jahrelang aufgebauten Links fehlen.

Was tun in so einem Fall?

Die neuen Seiten werden eh nicht gefunden, daher habe ich folgendes Konstrukt entwickelt.

1. Die neue Seite komplett runter nehmen und die alte Seite wieder online stellen und auf schnelle Indexierung hoffen. Dann dürften auch die Rankings bald wiederkommen.

2. Zeitgleich ein Organigramm der alten Seite mit allen Unterseiten erstellen.

3. Aufbauend darauf prüfen welche Unterseiten erhalten bleiben sollen und welche wegfallen. Bei denen die wegfallen dann 301-Weiterleitungen auf thematisch passende neue Unterseiten per .htaccess definieren. Die neuen Unterseiten dann sauber in die alte Menüführung einarbeiten.

4. Neue Sitemap erstellen, hochladen und Google via Webmastertools bekanntgeben.

Ratsam ist es so viele alte URLs wie möglich beizubehalten und nur die Inhalte entsprechend anzupassen.

Eine reine 301-Weiterleitung jetzt noch nachträglich einfach einzurichten, bringt nicht viel, da die alten URLs bei Google schon mehrheitlich deindexiert wurden.

Und noch etwas ist zu empfehlen: wer mit einer SEO-Agentur zusammenarbeitet, sollte IMMER VOR solchen grundlegenden Änderungen mit der Agentur über das Thema sprechen und sich beraten lassen wie zu verfahren ist. Rankingabfall durch URL-Strukturänderungen lässt sich durchaus vermeiden, wenn man entsprechende Vorarbeiten leistet. Ansonsten endet das so wie in meinem oben beschriebenen Fall und kann nicht nur Rankings sondern auch Umsatz kosten.

Grundsätzlich ist der von mir ausgedachte Weg sicher nicht für jeden Fall anwendbar, hier jedoch schon. Es ist und bleibt eine Einzelfallgeschichte und jede Webseite hat andere Voraussetzungen, die es zu beachten gilt. Spätestens wenn man an einem solchen Punkt angekommen ist als Webseitenbetreiber ist es ratsam sich professionelle Hilfe ins Boot zu holen, auch wenn es finanziell schmerzhaft wird. Die Wiederbelebung einer solchen Webseite ist durchaus etwas, das entsprechendes Fachwissen erfordert.

Pinguin-Update und der 301-Fluch

Vor kurzem war ich mal wieder mit dem Abbau schädlicher Links bei einem Kundenprojekt beauftragt worden. Bei der Analyse des Projektes fiel mir auf, daß viele der als schädlich vermuteten Links ganz woanders hin verwiesen, nur nicht auf das eigentliche Kundenprojekt. Der Grund war schnell gefunden. Einige gedroppte Keyworddomains waren per 301 auf das Kundenprojekt geroutet worden und die darauf verweisenden schädlichen Links machten sich nun negativ bei dem Kundenprojekt bemerkbar. Das gleiche geschah mit Links, die auf nicht mehr existierende Subdomains des Kundenprojektes verwiesen. Die aufgelösten Subdomains routeten inzwischen auf die Startseite des Kundenprojektes.

Während ich anderer Stelle dazu riet, die Webmaster anzuschreiben und die entsprechenden Links entfernen zu lassen, kann man es sich hier unter Umständen auch einfacher machen und die 301-Weiterleitungen entfernen. Dadurch werden die schädlichen Links nicht mehr zur wichtigen Webseite durchgereicht. Im Zweifelsfall legt man sich eine weitere Domain an, die nicht mit der Hauptseite verlinkt ist, packt da eine Landingpage drauf und routet die entsprechenden Altdomains dahin weiter. Entweder beginnt die dann zu ranken oder halt nicht. Im Zweifelsfall kann man darüber wenigstens für ein paar Woche paar Abverkäufe machen, Newsletterabonnenten gewinnen oder ähnliches.

Der Arbeitsaufwand die 301-Weiterleitung zu ändern ist auf jeden Fall bedeutend geringer als unter Umständen eine dreistellige Zahl an Mails rauszuschicken und um Entfernung der Links zu bitten.

Natürlich kann man auch heute noch gedroppte Domains zum Linkaufbau nutzen und nicht immer muß es so negativ ausgehen wie hier in diesem Fall. Dennoch ist anzuraten die jeweilige Domain vor der 301-Weiterleitung erst einmal in Sachen eingehender Links zu analysieren, diese ggf. zu bereinigen oder die Domain am Anfang mit eigenen Inhalten zu versehen und deren Ranking zu beobachten. Einfach irgendwelche vermeintlich tollen Domains grabben und dann einfach so auf das eigene Projekt weiterrouten, sollte man jedenfalls nicht. Das kann dann zu solchen Ergebnissen wie im hier beschriebenen Beispiel führen.

Google: abgestraft und nun?

Google räumt mal wieder auf und das bedeutet, daß einige Webmaster in den Webmastertools entsprechende Meldungen über unnatürliche Links vorfinden. Dazu der Hinweis, daß dies nicht immer einen Rankingverlust der Webseite bedeutet, weil auch Google inzwischen gelernt hat, daß der Webmaster nicht immer für jeden gesetzten Link die Verantwortung hat.

Dennoch sollten betroffene Webmaster diese Mails nicht auf sich beruhen lassen.

Was ist zu tun wenn man eine solche manuelle Maßnahme von Google bekommen hat?

1. Ruhe bewahren. Jetzt ist es eh schon passiert und irgendwelche Hektik hilft hier niemandem wirklich weiter.

2. Mal alle vorhandenen Mails, Excellisten usw. zusammensuchen und sich eine Liste der gesetzten Links machen, die man früher mal gemietet, gekauft, getauscht wasauchimmer hat.

3. Sofern keine ausreichenden Unterlagen vorhanden sind, sollte man ggf. etwas Geld in die Hand nehmen und mit entsprechenden Tools die Linkstruktur analysieren. Dies macht aber auch Sinn, wenn man zwar seine Links alle aufgezeichnet hat, aber nicht weiß welche davon nun eventuell schädlich sind.

4. Jetzt geht es ans Eingemachte. Die als vermutlich schädlich lokalisierten Links sollte man entsprechend versuchen zu entfernen. Sofern man etwaige Zugangsdaten zu den Webseiten hat, kann man das eventuell selbst machen, ansonsten sollte man eine freundliche Mail an den betreffenden Webmaster formulieren und sich einen Wiedervorlagetermin (ca. 1-2 Wochen) setzen und prüfen ob der Link entfernt wurde. Ansonsten ggf. nochmal nachhaken bei dem jeweiligen Webmaster.

5. Alle vermeintlich schädlichen Links weg? Schön, dann kann man in den Google Webmastertools unter „Manuelle Maßnahmen“ einen Antrag auf nochmalige Überprüfung stellen. Im Normalfall findet man dann wenige Tage später in den Webmastertools eine neue Nachricht vor. Entweder wurde die manuelle Maßnahme dann aufgehoben und man kann sich wieder etwas entspannter zurücklehnen oder aber man muß noch weitere Links entfernen.

6. Es gibt übrigens nicht nur Abstrafungen wegen unnatürlicher Links. Auch Abstrafungen wegen Content der nicht wirklich sinnvoll ist, gab es bereits. Da hilft dann alles nichts, da muß man sich dann dran machen die Inhalte der betreffenden Webseite komplett zu überarbeiten, ggf. auch verbunden mit einem Relaunch. Selbst habe ich das bei einer Seite erlebt, die nach dem Relaunch und den neuen Inhalten plötzlich wieder bedeutend bessere (wenn auch noch nicht zu 100 % optimale) Rankings ausweist, nachdem sie mehrere Jahre faktisch tief im Keller vor sich hindümpelte. Auch ein Zeichen, daß man z.B. jahrelang geparkte Domains wieder zum Ranken bekommen kann.

Wem die Analyse und Entfernung der Links zu viel Arbeit oder wem dafür die Zeit fehlt, der kann sowas natürlich auch gerne auslagern. Ob man es selbst macht oder dafür einen Dienstleister beauftragt, auf jeden Fall sollte man ein paar Wochen Geduld mitbringen.

Und noch etwas: faktisch jede SEO-Agentur hat solche Leichen im Keller. Vieles von dem was vor 2-3 Jahren absolut nicht schadete, wird jetzt von Google negativ gewertet. Da kann man lang und breit drüber diskutieren, es ist aber nun mal so.