CMS-Wechsel – worauf man achten sollte

Manchmal läßt es sich nicht vermeiden das CMS einer Webseite zu wechseln. Sei es, daß es für das bisherige CMS keinen Support mehr gibt oder weil bestimmte Funktionen vom bisher genutzten CMS nicht unterstützt werden. Die Gründe für einen CMS-Wechsel können sehr vielfältig sein. Aus SEO-Sicht ist so ein CMS-Wechsel immer auch mit einem gewissen Risiko verbunden und so sollte man vorab alles genau abwägen.

Bei der Auswahl eines CMS sollten immer auch SEO-Gesichtspunkte betrachtet werden:

Inwieweit bietet ein solches CMS Möglichkeiten Standards wie Title-Tags und Description individuell zu bearbeiten?
Läßt sich eine suchmaschinenfreundliche URL-Struktur darstellen?
Ist der Quellcode des CMS sauber strukturiert?

Die URL-Struktur ist bei einem CMS-Wechsel häufig ein weiterer Knackpunkt. Nicht immer kann bzw. soll die alte URL-Struktur übernommen werden. Hier muß der SEO-Verantwortliche korrekte Arbeit leisten. Wenn feststeht, daß sich die URL-Struktur ändert, sollte vorab eine Liste aller alten URLs erstellt werden und wenn möglich auch bereits eine Liste mit den neuen URLs. Via einer .htaccess-Datei kann man dann die entsprechenden Weiterleitungen von der alten URL auf die neue URL einrichten.

Unmittelbar nach dem Relaunch sollte man sofort eine neue XML-Sitemap erstellen, diese auf den Server laden und via Google Webmastertools bei Google anmelden. Es kann dann davon ausgegangen werden, daß Google die neuen URLs schnell in den Index aufnimmt und durch die Weiterleitungen die alten URLs durch die neuen URLs in den Serps ersetzt. Bei einem Kundenprojekt war das alles binnen 48 h abgeschlossen. Nicht nur das, auch das Ranking hatte sich danach haltig verbessert.

Alles in allem KANN ein CMS-Wechsel sich auch positiv auf das Ranking auswirken auch abhängig davon wie die vorherigen Rahmenbedingungen waren. Auf jeden Fall sollte alles genau abgewogen werden und nichts überstürzt werden. Der Relaunch sollte auf jeden Fall zuerst in einer Testumgebung genau geprobt werden, bevor etwaige Probleme später am „offenen Herzen“ im laufenden Betrieb beseitigt werden müssen.

Wer alles beachtet, dürfte mit so einem Wechsel des CMS wenig Probleme bekommen.

Ein Gedanke zu „CMS-Wechsel – worauf man achten sollte

  1. torsten

    Hallo Namensvetter,

    neben den SEO Aspekten ist es ratsam, den Content zu sichern. Beim CMS Wechsel sind die Datenbanken oft nicht kompatibel. Den alten Content kann man dann bei der Gelegenheit gleich Onpage optimieren und dann einsetzen.

    Auch ist es ein toller Zeitpunkt sich über Navigation und interne Verlinkung Gedanken zu machen und Strukturen zu verbessern. Was rausfällt kann man gleich, wie beschrieben, sauber durch Umleitung im Google Index egalisieren.

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