Archiv der Kategorie: Suchmaschinenoptimierung

URL-Strukturänderung und was man beachten sollte

Gerade habe ich aktuell ein bis vor kurzem sehr gut rankendes Projekt auf dem Tisch. Top Rankings bei allen wichtigen Begriffen, selbst bei hart umkämpften Singlekeywords. Und plötzlich rutscht ein Ranking nach dem anderen ins Nirvana.

Abstrafung durch Google? Fehlanzeige.

Dann kommt raus: Kunde hat die Seite komplett überarbeitet, zahlreiche Inhalte ausgetauscht und die neuen Inhalte auf neue Unterseiten gepackt, die alten Unterseiten gelöscht und dort wird jetzt ein 404 ausgegeben.

Nun, ca. vier Wochen nach der Umstellung sind große Teile der Rankings verschwunden, Tendenz steigend (oder sollte man eher fallend sagen?). Die alten Unterseiten wurden bei Google inzwischen zu großen Teilen deindexiert, die neuen ranken nicht, da ihnen auch die jahrelang aufgebauten Links fehlen.

Was tun in so einem Fall?

Die neuen Seiten werden eh nicht gefunden, daher habe ich folgendes Konstrukt entwickelt.

1. Die neue Seite komplett runter nehmen und die alte Seite wieder online stellen und auf schnelle Indexierung hoffen. Dann dürften auch die Rankings bald wiederkommen.

2. Zeitgleich ein Organigramm der alten Seite mit allen Unterseiten erstellen.

3. Aufbauend darauf prüfen welche Unterseiten erhalten bleiben sollen und welche wegfallen. Bei denen die wegfallen dann 301-Weiterleitungen auf thematisch passende neue Unterseiten per .htaccess definieren. Die neuen Unterseiten dann sauber in die alte Menüführung einarbeiten.

4. Neue Sitemap erstellen, hochladen und Google via Webmastertools bekanntgeben.

Ratsam ist es so viele alte URLs wie möglich beizubehalten und nur die Inhalte entsprechend anzupassen.

Eine reine 301-Weiterleitung jetzt noch nachträglich einfach einzurichten, bringt nicht viel, da die alten URLs bei Google schon mehrheitlich deindexiert wurden.

Und noch etwas ist zu empfehlen: wer mit einer SEO-Agentur zusammenarbeitet, sollte IMMER VOR solchen grundlegenden Änderungen mit der Agentur über das Thema sprechen und sich beraten lassen wie zu verfahren ist. Rankingabfall durch URL-Strukturänderungen lässt sich durchaus vermeiden, wenn man entsprechende Vorarbeiten leistet. Ansonsten endet das so wie in meinem oben beschriebenen Fall und kann nicht nur Rankings sondern auch Umsatz kosten.

Grundsätzlich ist der von mir ausgedachte Weg sicher nicht für jeden Fall anwendbar, hier jedoch schon. Es ist und bleibt eine Einzelfallgeschichte und jede Webseite hat andere Voraussetzungen, die es zu beachten gilt. Spätestens wenn man an einem solchen Punkt angekommen ist als Webseitenbetreiber ist es ratsam sich professionelle Hilfe ins Boot zu holen, auch wenn es finanziell schmerzhaft wird. Die Wiederbelebung einer solchen Webseite ist durchaus etwas, das entsprechendes Fachwissen erfordert.

Pinguin-Update und der 301-Fluch

Vor kurzem war ich mal wieder mit dem Abbau schädlicher Links bei einem Kundenprojekt beauftragt worden. Bei der Analyse des Projektes fiel mir auf, daß viele der als schädlich vermuteten Links ganz woanders hin verwiesen, nur nicht auf das eigentliche Kundenprojekt. Der Grund war schnell gefunden. Einige gedroppte Keyworddomains waren per 301 auf das Kundenprojekt geroutet worden und die darauf verweisenden schädlichen Links machten sich nun negativ bei dem Kundenprojekt bemerkbar. Das gleiche geschah mit Links, die auf nicht mehr existierende Subdomains des Kundenprojektes verwiesen. Die aufgelösten Subdomains routeten inzwischen auf die Startseite des Kundenprojektes.

Während ich anderer Stelle dazu riet, die Webmaster anzuschreiben und die entsprechenden Links entfernen zu lassen, kann man es sich hier unter Umständen auch einfacher machen und die 301-Weiterleitungen entfernen. Dadurch werden die schädlichen Links nicht mehr zur wichtigen Webseite durchgereicht. Im Zweifelsfall legt man sich eine weitere Domain an, die nicht mit der Hauptseite verlinkt ist, packt da eine Landingpage drauf und routet die entsprechenden Altdomains dahin weiter. Entweder beginnt die dann zu ranken oder halt nicht. Im Zweifelsfall kann man darüber wenigstens für ein paar Woche paar Abverkäufe machen, Newsletterabonnenten gewinnen oder ähnliches.

Der Arbeitsaufwand die 301-Weiterleitung zu ändern ist auf jeden Fall bedeutend geringer als unter Umständen eine dreistellige Zahl an Mails rauszuschicken und um Entfernung der Links zu bitten.

Natürlich kann man auch heute noch gedroppte Domains zum Linkaufbau nutzen und nicht immer muß es so negativ ausgehen wie hier in diesem Fall. Dennoch ist anzuraten die jeweilige Domain vor der 301-Weiterleitung erst einmal in Sachen eingehender Links zu analysieren, diese ggf. zu bereinigen oder die Domain am Anfang mit eigenen Inhalten zu versehen und deren Ranking zu beobachten. Einfach irgendwelche vermeintlich tollen Domains grabben und dann einfach so auf das eigene Projekt weiterrouten, sollte man jedenfalls nicht. Das kann dann zu solchen Ergebnissen wie im hier beschriebenen Beispiel führen.

Die Auswirkungen von Google+ auf die Google-Suche

Auf t3n stand ein Artikel in dem es darum ging, wie Google+ die Google-Suche beeinflusst.

Eine der dortigen Falschaussagen lautet wortwörtlich:

Je mehr Leute ihr erreicht, die euren Beiträgen ein +1 geben, desto höher werden die Beiträge in den Suchergebnissen gelistet.

und bezieht sich darauf, daß bei eingeloggtem Google-Account bei der Suche andere Ergebnisse auftauchen.

Das Thema individualisierte Suchergebnisse ist nicht neu und hat erst einmal nichts mit Google+ zu tun. Das begann bereits in grauer Vorzeit und basiert zwar zum einen auch auf die gegebenen +1, zum anderen aber auch auf die selbst angeklickten Ergebnisse.

einfaches Beispiel: ich suche im eingeloggten Zustand regelmäßig Infos rund um das Thema Börse und klicke dabei regelmäßig auf Suchergebnisse von faz.net. Dann merkt sich Google das und präsentiert mir irgendwann die faz.net-Ergebnisse weiter vorne, während bei anderen Nutzern eventuell Handelsblatt, Wirtschaftswoche oder irgendein Börsenblog weiter vorne angezeigt werden.

Der +1 Button wurde übrigens bereits eingefügt von Google bevor es Google+ als eigenständige Plattform überhaupt gab.

Aus diesen Dingen also die positiven Auswirkungen von Google+ auf die Suche herzuleiten, halte ich für sehr gewagt.

Dann hat Google+ also keine Auswirkungen auf die Suche?

Doch, aber die hier angegebenen Gründe bezüglich der Suche im eingeloggten Zustand haben nichts mit Google+ himself zu tun.

Wie kann sich Google+ dann auf die Suche auswirken?

Zum einen ist da natürlich die Verknüpfung der Webseite mit dem eigenen Account. Das führt dazu, daß euer Profilbild aus Google+ neben dem Artikelsnippet in der Suche erscheint. Damit fällt das Suchergebnis dem Suchenenden stärker ins Auge und die Klickrate steigt. Im Newsbereich können die Aktivitätsrate und die Zahl der Reaktionen auf den Beitrag durchaus Auswirkungen auf ein Ranking haben. Aber wir reden hier ausschließlich vom Newsbereich und auch dort dann lediglich von temporären Ergebnissen. Diese verschwinden mit der Zeit wieder aus den herkömmlichen Serps, sind also nur wenige Stunden oder Tage dort zu finden.

Mittelfristig wird sich hier einiges ändern, wenn Google genug Daten hat um zu erkennen, wer sich auf Google+ als Experte für irgendwas etabliert hat. Dann werden die mit dem Account verknüpften passenden Webseiten wohl tatsächlich auch im ausgeloggten Zustand besser gerankt. Bis dahin sollte man also durchaus alles dran setzen, seinen Google+ Account entsprechend aufzubauen und die Aktivitätsrate zu erhöhen. Den „ich kreise jeden ein, der bei drei nicht auf dem Baum ist“-Kram sollte man aber unterlassen und sich wirklich auf die Profile konzentrieren, die einen interessieren. Wer zudem noch in den zahlreichen Gruppen wirklich aktiv mitmacht (kein Spam!), der wird schnell viele neue Kreislinge gewinnen, die dann auch mit einem selbst kommunizieren.

SEO-Seminar für Einsteiger

SEO wird immer komplizierter und gerade für Einsteiger nicht wirklich leicht zu durchschauen. Auch Unternehmen haben es immer schwieriger sich gut in den Google-Suchergebnissen zu positionieren. Was gestern noch funktionierte, ist heute bereits veraltet und unter Umständen sogar schädlich. Neue Rankingfaktoren wie social Signals werden plötzlich wichtig.

Da ist es schwierig den Überblick zu behalten.

Auch die Frage wie eine Webseite richtig gestaltet sein muß um verkaufsfördernd zu wirken, wird immer wichtiger. Das Thema Usability und Conversionrateoptimierung wird von vielen Unternehmen noch immer sehr stiefmütterlich behandelt. Das kostet letztlich Kunden, die aufgrund dessen zum Mitbewerber gehen.

Für Selbständige sowie kleine und mittlere Unternehmen, die in Sachen Suchmaschinenoptimierung und Usability noch ganz am Anfang stehen, biete ich daher ein entsprechendes SEO-Einsteigerseminar an.

Termin: 24.09.2013
Ort: PRAXIS EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung AG, Pferdingsleben (bei Gotha / Thüringen)

Dauer: 6 h

Preis: 150 € zzgl. 19 % Mehrwertsteuer

Mindestteilnehmerzahl: 4 Personen
Höchstteilnehmerzahl: 10 Personen

In kleiner Runde sollen die Themen SEO und Usability ausführlich behandelt werden. Dabei besteht auch die Möglichkeit die Webseiten der Teilnehmer zu analysieren und ihnen individuelle Verbesserungsmöglichkeiten mit auf den Weg zu geben.

Anmeldung bitte über das Kontaktformular.

Für Fragen vorab zu dem Seminar stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

Keine Zeit an dem Tag und trotzdem Interesse? Für Unternehmen biete ich auch gerne individuelle Seminar vor Ort an. Einfach nachfragen.

Besseres Ranking von flickr-Fotos

In letzter Zeit fiel mir vermehrt auf, daß Google in den Serps Fotos von flickr prominenter rankt. Immer öfter sieht man URLs von flickr auf Seite zwei oder drei der Serps.

flickr Ranking bei Google

Das Beispiel hier veranschaulicht dies. Insbesondere bei Keys aus dem Touristikbereich ist mir dies in letzter Zeit vermehrt aufgefallen.

Da das Hauptziel von SEO nicht das Ranking an sich, sondern die Trafficbeschaffung via Suchmaschinen ist, sollte man sich nun überlegen, wie man an den Traffic von flickr rankommt.

Eigentlich alles recht einfach. Benötigt werden dafür:

-ein Account bei flickr (wer sehr viele Fotos hat, sollte sich überlegen den pro-Account zu kaufen)
-eigene Fotos, die man hochladen möchte (nur eigene Fotos verwenden, Stichwort: Urheberrecht!)

Alle Fotos sollte man mit einem entsprechenden Titel beschriften und mit entsprechenden Begriffen taggen (bitte nicht übertreiben!). Um den Traffic zu bekommen, sollte man zudem einen vernünftigen Beschreibungstext hinzufügen und dort den Link zur eigenen Webseite mit einbauen.

Die Links sind alle no-follow, aber das kann hier ja egal sein, denn es geht hier um den Traffic, nicht um die Linkpower.

Eine gute Vernetzung auf flickr selbst mit anderen flickr-Usern, das Einstellen der Fotos in thematisch passenden flickr-Gruppen und die Verwendung von flickr-Alben kann sicher ebensowenig schaden und der internen Stärkung der Power der Fotos nutzen.

Wenn man bedenkt, daß Google mit picasaweb einen direkten Konkurrenten besitzt, ist es schon erstaunlich, daß Google den größten Konkurrenten seines Dienstes so gut in den Serps platziert. Den flickr-Nutzern kann das aber nur recht sein. Bin daher auch gespannt, wie lange die prominente Platzierung so bestehen bleibt. Als langjähriger flickr pro-Nutzer kann mir diese Entwicklung nur recht sein.