Archiv der Kategorie: SEO Tools

Sichtbarkeit ist nicht alles

 

Der Julian hat einen tollen Artikel über das Thema Sichtbarkeitsindex geschrieben, den ich zu 1.000 % so unterschreiben kann. Ich erlebe es z.B. bei Xing auch immer wieder, wo Linktauschangebote reinflattern und speziell auch auf den Sistrixindex (SI) größter Wert gelegt wird.

Ich habe schon immer nichts von solchen Werten gehalten und auch der Dan hat schon vor längerem dazu etwas geschrieben und auch dieser Beitrag hier beweist wie wenig man sich auf solche Daten verlassen kann.

Ich möchte das Thema aber noch aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Vor einigen Jahren betrieb ich einen Blog rund um Prominews. Ich selbst war „nur“ für die Technik usw. zuständig, eine Bekannte kümmerte sich um den Content.

Wir rankten auf Platz 6 für „Britney Spears“. Jedes Rankingindextool hätte uns wohl mit einem sonstwie hohen Wert beglückt, doch was kam an Traffic bei rum? Schlappe 25 Besucher am Tag. Ja genau, das nicht gering umkämpfte Keyword „Britney Spears“ hat auf Platz 6 bei google.de gerade mal 25 Besucher pro Tag angeschwemmt!

Doch ich habe noch ein paar Beispiele, die solche Indexwerte ad absurdum führen.

Mit dem gleichen Blog rankte ich auf Platz 8 für das Singlekey „Porno“. Das brachte 2.400 Besucher pro Tag, schon echt der Hammer. Doch das Problem dabei: die Besucher konvertierten nicht. Umsätze konnten damit nicht wirklich erzielt werden. Der Grund: wer solche Singlekeys eingibt hat zumeist kein gezieltes (Kauf)Bedürfnis, eher ein recht allgemeines Informationsbedürfnis. Da sitzt dann dementsprechend auch die Brieftasche nicht so locker.

Wer „Handtasche“ bei Google eingibt, will nicht zwingend eine kaufen. Wer „Gucci Handtasche rot“ eingibt, hat dagegen ein bedeutend größeres Kaufinteresse. Allerdings bringt letztere Abfrage bedeutend weniger Traffic und solche Longtail-Kombinationen werden von Sistrix und Co. in der Regel nur unmaßgeblich in ihre Berechnungen einbezogen.

Es nützt also nichts, wenn ich dann zwar einen supertollen Indexwert habe, vielleicht auch Unmengen an Besuchern, aber aus diesen Besuchern keine Kunden, Käufer wasauchimmer werden.

Ähnlich ist es mit Werten wie dem Alexarank, der sich so einfach manipulieren lässt, daß es einem die Tränen in die Augen treibt.

Wer also solche Werte ranzieht um zu entscheiden ob z.B. mit dieser Seite ein Linktausch o.ä. in Frage käme, der wird von mir ausgelacht. Stattdessen würde auch ich empfehlen eher mal bei Google nach den entsprechenden Keywords zu suchen, ob die jeweilige Webseite da irgendwo rankt und/oder ob die Seite z.B. viel Traffic aus sozialen Medien bekommt, da regelmäßig geteilt wird o.ä.

Letztendlich kommt es immer nur auf eines an, was bleibt am Monatsende auf dem Konto übrig. Wie viel Geld hat die Webseite eingespielt, in welcher Form auch immer.

Der Yahoo SiteExplorer kehrt zurück

 

Vor einiger Zeit wurde die API des Yahoo SiteExplorer abgeschaltet. Der Yahoo SiteExplorer war ein Tool welches sehr gerne genutzt wurde um die Backlinkstruktur von Webseiten zu analysieren. Viele Backlinkchecker basierten darauf.

Nach dem Wegfall stellten einige Backlinkchecker ihre Dienste ein, andere versuchten sich eigene Datenbanken mit Linkquellen aufzubauen, doch an den Yahoo SiteExplorer kam praktisch niemand wirklich ran. Das kann sich jetzt wieder ändern.

Seit kurzem verfügbar ist der Link Explorer in den Webmastertools von Bing. Damit kann man nämlich die Backlinkstruktur jeder Webseite abfragen, auch wenn „nur“ 1.000 Linkquellen angezeigt werden. Das dürfte aber in den meisten Fällen voll und ganz ausreichen. Als Ausgabe erhält man lediglich die URL der verlinkenden Seite sowie den Title-Tag der jeweiligen Seite. Für den Anfang aber sicher erst einmal ausreichend. Bei der Analyse kann man nach internen wie auch externen Links trennen. Das ermöglicht auch die interne Linkstruktur von Mitbewerbern gut zu analysieren.

Für die Nutzung benötigt man einen Account von Windows Live. Damit kann man sich dann in den Bing Webmastertools einloggen.

Zur Zeit befindet sich der Bing Site Explorer noch in einer Betaphase, ich denke jedoch Bing wird ihn dauerhaft etablieren. Für einige Bezahltools dürfte es damit wieder etwas enger werden, denn sie haben es nun wieder etwas schwerer nachzuweisen, daß es sinnvoll ist Geld an sie zu bezahlen und halt nicht auf kostenlose Dienste wie die Bing Webmastertools zurück zu greifen.

Hier noch ein paar weitergehende Ausführungen dazu:

Beitrag auf seo.de mit Screenshots

Bing Webmastertools

Friendfeed und ifttt – die ideale Kombination

 

Da mein Artikel zu ifttt recht gut ankam, hab ich mir mal Gedanken über die Nutzungsmöglichkeiten von ifttt gemacht. Zwei Knackpunkte hat ifttt bisher noch: die (noch) recht eingeschränkte Zahl der unterstützten Dienste sowie die begrenzte Zahl der Tasks, die man anlegen kann. Letzteres führt dazu, daß man sehr genau abschätzen muß was für Tasks man anlegt.

Um die zahlreichen Auswahlmöglichkeiten von ifttt gut ausnutzen zu können bedarf es also der Unterstützung anderer Dienste. Ich bin dabei auf Friendfeed gestoßen, denn der Dienst arbeitet seit Jahren sehr zuverlässig und unterstützt 58 Web 2.0-Dienste. Letzteres ist der große Vorteil, den man sich zunutze machen sollte.

Zuerst eine kurze Vorstellung von Friendfeed.

Was ist eigentlich friendfeed?

Friendfeed sammelt die Feeds zahlreicher anderer Dienste und veröffentlicht sie in einem eigenen Stream. Zudem kann man in Friendfeed auch manuell Statusmeldungen posten. Trotz des nofollow der Links habe ich die Erfahrung gemacht, daß bei Friendfeed gepostete Links schnell indexiert werden.

Friendfeed

Dadurch hat man die Möglichkeit alle genutzten Dienste zu sammeln und diese Daten den eigenen Abonnenten des Streams zugänglich zu machen. Letzteres kann sich auch auf den eigenen Traffic positiv auswirken. Aber uns geht es hier erstmal darum Content für ifttt zur Verfügung zu stellen.

ifttt und Friendfeed kombinieren

Das schöne an Friendfeed ist in diesem Fall, daß Friendfeed einen eigenen RSS-Feed anbietet. Den wiederum kann man dann bei ifttt einparsen und von dort aus weiterleiten. Da Friendfeed bedeutend mehr Dienste unterstützt als ifttt, lassen sich all diese Dienst bei Friendfeed bündeln und über Friendfeed an ifttt weiterleiten. Bei ifttt hat man dann z.B. den Vorteil, daß man nur einen Task benötigt um z.B. die im Friendfeed-Feed enthaltenen Links bei Delicious zu sichern.

Fazit: Wer Dienste mit ifttt kombinieren möchte die bisher nicht von ifttt unterstützt werden, der kann versuchen den Umweg über Friendfeed zu nutzen. Zudem spart man Tasks bei ifttt ein, was gerade bei der derzeitigen Begrenzung auf 10 Tasks pro User sicherlich recht hilfreich sein dürfte.

Update: Wenn man nicht alles 100 x überprüft. Hab gerade gemerkt, daß das ganze zwar so funktioniert, Delicious das ganze aber mit Linktext „Untitled“ abspeichert. Das ist natürlich blödsinnig. Also muß man noch einen Dienst zwischenschalten, in diesem Fall Twitter. Dafür sollte man nicht den eigenen Haupttwitteraccount nehmen, sondern sich einen neuen anlegen. Dann kann man den Friendfeed-Feed via Twitterfeed in Twitter importieren und dann den Twitterstream in ifttt importieren. In dem Fall kann man dann ifttt nämlich sagen, daß er nur die in den Tweets enthaltenen Links an Delicious übertragen soll.

ifttt – Ein Blick aus SEO-Sicht

 

Ein neuer Dienst startet gerade im Netz durch: ifttt. ifttt ist eine Abkürzung und steht für „if this then that“, was auf deutsch so viel heißt wie „wenn das, dann das“. Als gute Schüler fallen uns da natürlich sofort die Wenn-Dann-Funktionen aus dem Mathematikunterricht ein. ;-)

ifttt

Was kann ifttt?

ifttt ist eine Taskverwaltung, mit der man bestimmte Aufgaben automatisieren kann. Dazu arbeitet ifttt, welches sich derzeitig noch im Betastadium befindet, mit über zwanzig verschiedenen Diensten (hier als Channels bezeichnet) zusammen. So ist es möglich Tasks zu definieren die bestimmte Abfragen ausführen und wenn ein vordefiniertes Ergebnis erreicht wurde eine entsprechend definierte Aufgabe ausführen. Klingt alles ganz kompliziert, ist es aber nicht.

ifttt

Anhand eines Beispiels legen wir hier mal einen gemeinsamen Task an und nutzen dafür mal den RSS-Feed dieses Blogs.

ifttt

Zuerst entscheiden wir uns für den Channel „Feed“, leicht am RSS-Icon zu erkennen.

ifttt

Im Schritt 2 entscheiden wir uns für „New feed item“ und werden dann auch gleich zu Schritt 3 weitergeleitet.

ifttt

Dort können wir dann auch sogleich den Link zum RSS-Feed des Blogs hinterlegen:

ifttt

Mit einem Klick auf „Create Trigger“ haben wir den ersten Teil der Arbeit erledigt, das Tool weiß jetzt was es überprüfen soll (hier RSS-Feed). Das ganze wird uns dann hier angezeigt:

ifttt

Jetzt will ifttt wissen, was es mit dem RSS-Feed anfangen soll und da klicken wir auf das blau hinterlegte „that“. In Schritt 4 werden uns nun die Dienste angezeigt, die mit RSS-Feeds kombinierbar sind und so kann man entscheiden was man mit dem Feed nun machen möchte.

ifttt

Für dieses Beispiel entscheide ich mich für Delicious, einen großen Social Bookmarkdienst.

ifttt

In Schritt 5 klicke ich also auf „add new bookmark“ und werde dann entsprechend zu Schritt 6 weitergeleitet.

ifttt

Hier gibt man dann in diesem Beispielfall an, was ifttt bei Delicious abspeichern soll. Je nach verwendetem Dienst stehen hier natürlich andere Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Hat man alles den Wünschen entsprechend ausgefüllt, sieht das ganze so aus und man muß dann nur noch auf „Create Action“ klicken.

ifttt

Sodann gelangt man zum Abschluß zu Schritt 7, wo man dann nochmal überprüfen kann, was man gerade angelegt hat und zugleich kann man optional noch eine Beschreibung hinterlegen.

ifttt

Hat man das alles überprüft, klickt man nur noch auf „Create & turn on“ und schon ist man fertig.

Die Zahl der Tasks die man anlegen kann, ist zur Zeit noch auf zehn Pro Account beschränkt. Da sich das Tool noch in einer Beta-Phase befindet, ist davon auszugehen, daß in Zukunft mit einer Steigerung der Zahl der möglichen Tasks zu rechnen ist.

Was kann ifttt in Sachen SEO leisten?

Nun, wer sich die zweite Grafik noch einmal genau anschaut, wird schnell feststellen, daß sich mit ifttt auf recht bequeme Weise automatisiert Webinhalte verbreiten lassen und somit auch Links und Traffic für Webprojekte beschaffen lassen. Die Zahl der Möglichkeiten wird umso stärker steigern, je mehr Dienste von ifttt unterstützt werden. Und im Zweifelsfall schaltet man einen von ifttt unterstützten Dienst dazwischen um so seinen Content und seine Links auch auf andere Dienste zu verbreiten. Mit etwas Tüftelei und Phantasie wird man unzählige Möglichkeiten finden, dank ifttt zu mehr Traffic und Links zu gelangen und das sogar automatisiert.

Fazit zur Zukunft von ifttt

Ich finde ifttt sehr praktisch und rechne dem Dienst gute Zukunftschancen aus, insbesondere auch wenn weitere Dienste integriert werden. Doch schon jetzt ergeben sich für interessierte Nutzer zahlreiche Möglichkeiten bestimmte Aufgaben automatisiert abarbeiten zu lassen.

Xenu Link Sleuth – unterschätztes SEO-Tool

 

Ein viel zu häufig unterschätztes Tool für Webmaster und Suchmaschinenoptimierer ist Xenu Link Sleuth. Daher möchte an dieser Stelle einmal das Tool etwas näher vorstellen und zeigen was man mit diesem Tool so alles anstellen kann.

Der ursprünliche Zweck von Xenu Link Sleuth ist es auf Webseiten nach Links zu suchen die nicht mehr funktionieren. Sei es, weil man beim hinterlegen des Links einen Schreibfehler eingebaut hatte oder wiel die einstmals verlinke Seite nicht mehr existiert. Auch defekte Links werden von Google schließlich erfaßt. Zudem ist es für die Webseitenbesucher nicht gerade toll, wenn sie auf einen Link klicken und dann auf einer 404-Seite o.ä. landen. Da zudem jeder ausgehende Link auch noch die abgegebene Stärke pro Link verringert, sollte man auch daher drauf achten, daß nur korrekt funktionierende Links auf der Webseite zu finden sind.

Was macht Xenu Link Sleuth?

Xenu Link Sleuth ist ein kostenloses Tool. Das Tool ist sehr leicht zu bedienen. Xenu Link Sleuth kann man sich hier kostenlos downloaden. Es ist lediglich für Windows verfügbar.

Nach der Installation klickt man auf File und bekommt folgenden Bildschirm angezeigt.

Xenu Link Sleuth Screen 1

In die obere Zeile gibt man einfach nur die Startseiten-URL ein, die man überprüfen möchte. Möchte man bestimmte Unterordner o.ä. von der Überprüfung ausschließen, so kann man das weiter unten entsprechend hinterlegen. Dann einfach auf OK klicken und warten. Je nach Umfang der zu überprüfenden Webseite kann die Analyse durch Xenu Link Sleuth durchaus etwa länger dauern. Da das Tool im Hintergrund arbeitet, kann man sich inzwischen um andere Dinge kümmern.

Das Ergebnis der Arbeit von Xenu Link Sleuth sieht dann in etwa so aus:

Xenu Link Sleuth Screen 2

Nun kann man sich in Ruhe alle Links raussuchen, die rot gefärbt sind und somit bei der Prüfung der Links nicht erreichbar waren. Achtung, das Tool verschluckt sich manchmal und zeigt auch funktionierende Links rot an. Also ruhig nochmal den roten Link danach manuell prüfen. Das man dies aus anderen Gründen eh machen sollte, werde ich gleich noch näher erläutern.

Alle broken Links die nun gefunden wurden, sollte man von seiner Webseite entfernen um so das Verhältnis von ausgehenden zu eingehenden Links zu verbessern.

Ausgelaufene Domains finden mit Xenu Link Sleuth

Doch mit den hier gewonnenen Daten kann man noch mehr anstellen. Bei allen nicht mehr erreichbaren Domains sollte man prüfen, ob sie denn überhaupt noch registriert sind und wenn nicht, was Google in Sachen eingehende Links und angezeigter Pagerank dazu meint. Auf diese Weise kann man unter Umständen einiges an freigewordenen Domains finden, die sich für eigene Projekte eignen und vielleicht sogar noch etwas Trust haben.

Linkquellen finden mit Xenu Link Sleuth

Aber auch zur Linkquellenanalyse eignet sich Xenu Link Sleuth. Möchte ich wissen, ob ich die Möglichkeit habe mir von einer Webseite bestimmten einen Link zu holen, so kann mir Xenu Link Sleuth auch hierbei behilflich sein. Einfach die Domain mit dem Tool auf broken Links checken und schauen was sich da so alles an Unterseiten mit ausgehenden Links findet. Auf diese Weite lassen sich dann auch Foren, Blogs, Userprofile usw. ausfindig machen.

Fazit: Xenu Link Sleuth ist recht vielseitig einsetzbar. Das Tool sollte bei keinem Webmaster fehlen.