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Google Update: Pinguin 2.0 ist draußen

Letzte Woche hat Google ein neues Indexupdate ausgerollt: Pinguin 2.0 heißt das Update.

Ich habe mal einige Tage gewartet bevor ich mich dazu äußere, auch um zu schauen wie sich das Ranking allgemein entwickelt hat.

Google hat sich mal wieder mächtig ins Zeug gelegt und dieses Mal wo anders wie von vielen erwartet. Nach dem ersten Pinguin-Update fand man auf den Ergebnisseiten 2 ff. nur noch Ergebnisse von ein bis zwei Domains. Das wurde jetzt mit dem neuesten Update wieder rückgängig gemacht.

Für viele Webseitenbetreiber dürfte dies zu einer positiven Entwicklung in den Rankings geführt haben, gerade auch bei bisher eher schlecht gerankten Webseiten. Diese haben jetzt wieder bedeutend bessere Chancen gefunden zu werden, zumal viele Seite durch das erste Update Rankings verloren hatten, die es in dieser Form gar nicht verdient hatten.

Was der Suchmaschinennutzer davon hatte, wenn auf den Ergebnisseiten 2-10 nur Ergebnisse von ein bis zwei Domains zu finden waren, war wohl vielen nicht ganz klar.

Verloren haben auch dieses Mal in erster Linie Webseiten, die auch schlechte Links im Rahmen des Linkaufbaus setzten. Hier gilt es also in Zukunft vermehrt darauf zu achten aus welchen Quellen die Links stammen. Vorsicht auch wenn es um Linkkauf/Linkmiete geht. Wer es hier übertreibt findet sich auch schnell auf den hinteren Plätzen bei Google wieder. Beim Linkaufbau ist heutzutage mehr denn je Kreativität gefragt.

„Content ist King“ stimmt mehr denn je

Der Spruch ist fast so alt wie die Steinkohle und immer noch stimmig. Bietet den Besuchern der Webseite Inhalte mit Mehrwert, die es auch wert sind geteilt zu werden. Das können Blogbeiträge sein, aber auch Fotos, Videos, Grafiken, Dokumente im PDF-Format…

Immer wichtiger ist auch die Visualisierung. Fotos und Videos eignen sich sehr gut um Produkte und Dienstleistungen besser zu beschreiben. Sie lassen sich auch gut über soziale Netzwerke verbreiten und sorgen so für zusätzlichen Traffic und natürlich auch für zusätzliche Links.

Duplicate Content ist gefährlicher denn je. Hier gilt es aufzupassen und ggf. vorzubeugen. Internen DC kann man mit canonical Tags unschädlich machen oder durch saubere 301-Weiterleitungen. Shopbetreiber sollten z.B. nicht einfach so die Produktbeschreibungen der Hersteller oder Großhändler 1:1 übernehmen, sondern immer mit eigenen Worten neu formulieren.

Beim Linkaufbau sollte man sich immer fragen: würde ich diesen Link auch einfach so setzen? Wirkt ein Link zu unnatürlich, wird zu oft mit Moneykeywords verlinkt, dann sollten alle Alarmglocken läuten. Also ruhig mal öfters mit dem Domainnamen, mit „hier“ oder mit nem ganzen Satz verlinken oder auch einfach via einem Banner. Es ist auch total egal ob man mit dofollow oder nofollow verlinkt wird. Keine gut rankende Seite hat ausschließlich starke Dofollow-Links. nofollow-links gehören zum Linkportfolio immer mit dazu. Auch mit Javascript maskierte Links kann man mitnehmen, auch sie sind nichts unnatürliches.

Also erstmal den Schweiß abwischen und die eigene Seite recht kritisch betrachten, gerade auch wenn man durch das Pinguin 2.0-Update an Sichtbarkeit und Rankings verloren hat. Im Zweifelsfall einen Spezialisten hinzuziehen.

Tipps zum Authorrank

Der Authorrank wird in nächster Zeit immer wichtiger, wenn es um das Ranking in Suchmaschinen geht. Er basiert maßgeblich auf der Verknüpfung von Google+ mit den eigenen Beiträgen auf Webseiten. Einiges dazu findet sich hier und hier.

Wer die Authorship-Verknüpfung nutzen möchte, der sollte einiges beachten.

1. Ein echtes Foto ist nötig.

Wer auf Comics, Logos oder ähnliches setzt, der wird schnell merken, daß das nicht funktioniert. Google verknüpft nur echte Fotos mit Gesichtern mit der jeweiligen Webseite, keine Profilfotos die Grafiken oder so enthalten. Das soll die Seriösität erhöhen. Wer also bisher eine Grafik in seinem Google+ Profil als Profilbild verwendet, sollte die gegen ein echtes Foto austauschen.

2. Nur Profile lassen sich verknüpfen.

Was auf den ersten Blick seltsam klingt, stellt sich letztlich als eigentlich logisch heraus. Google+ Seiten lassen sich nicht für den Authorrank nutzen, lediglich Privatprofile einzelner Personen. Letztlich ist es eigentlich verständlich: nicht ganzen Firmen schreiben Blogbeiträge oder erstellen Webseiten, sondern letztlich sind es immer einzelne Personen (einer Firma) die dies machen und die sind daher letztlich der Autor, der Ersteller. Daher kann man Webseiten nur mit den Profilen der jeweiligen Menschen verknüpfen. Dies sind die Autoren und die können damit ihren Authorrank stärken und diese Stärke an die verknüpfte Webseite übertragen.

3. Möglichst viele Verknüpfungen herstellen.

Es sollte das Ziel eines jeden sein, möglichst viele Seiten mit seinem Google+ Profil zu verknüpfen. Auch die ersten Forenbetreiber sind bereits auf den Zug aufgesprungen und geben den Nutzern die Möglichkeit ihr Forenprofil (und damit ihre Forenbeiträge) mit ihrem Google+ Profil zu verbinden. Die Verknüpfung mit starken Webseiten schlägt sich dann auch positiv auf den Authorrank nieder, was sich später dann auch positiv für die anderen verknüpften Webseiten in Bezug auf das Ranking auswirken dürfte.

Da sich die Sache mit dem Authorrank noch nicht so weit außerhalb der SEO-Szene selbst herumgesprochen hat, hat man gerade außerhalb dieses Bereichs noch große Chancen damit in seinem Bereich Vorreiter zu sein. Je weniger Seitenbetreiber im jeweiligen Segment diese Verknüpfungsmöglichkeiten nutzen, desto größer die eigenen Vorteile die man mittelfristig daraus ziehen kann und sei es nur die Erhöhung der CTR bei den Suchanfragen für die eigene Webseite.

Fazit: die Verknüpfung des Google+ Profils mit den (eigenen) Webseiten wird in Zukunft nicht nur Vorteile bringen, sondern für das Ranking elementar wichtig sein. Wer sich an die von Google vorgegebenen Regeln hält, hat sehr gute Chancen davon zu profitieren.

Google bohrt das Authorship auf!

Google versucht seine Plattform Google+ immer stärker mit seiner Suchmaschine zu verknüpfen. Seit längerem bereits kann seine Webseite mit dem eigenen Google+ Profil verknüpfen. Das Ergebnis einer erfolgreichen Verknüpfung sieht dann in etwa so aus:

GooglePlus Verknüpfung alt

In den letzten Tagen bohrt Google das ganze aber sukzessive auf. Immer wieder, noch nicht immer, kann man sich auch weitere Beiträge des gleichen Autors anzeigen lassen.
Das sieht dann, im Unterschied zum oberen Screenshot, so aus:

GooglePlus Verknüpfung neu

Für die persönliche Onlinereputation kann dies genauso wichtig sein wie für das Thema SEO.

Welche Auswirkungen ergeben sich durch die erweiterte Authorship-Kennzeichnung?

Klickt man rechts auf „Mehr von Vorname Name“ so bekommt man in der Google-Suche alle Ergebnisse angezeigt, die mit dem Autorenprofil verknüpft sind UND thematisch zur ursprünglichen Suche passen! Man kann somit also sehen, welche Webseiten, Blogbeiträge, Youtube-Videos usw. die Person noch erstellt hat, die sich mit dem gesuchten Thema beschäftigen. Auch entsprechende Einträge bei Google+ werden in diese Suche integriert.

Bisher scheint bei der Anzeige der ersten 100 Suchergebnisse Schluss zu sein, auch wenn es mehr gäbe. Das dürfte aber wohl kein Problem darstellen. Interessant wäre hier allerdings noch die Frage, ob man die Auswahl der Suchergebnisse aus SEO-Sicht beeinflussen kann.

Für die entsprechende Person kann es dazu führen, daß sie damit vielleicht nicht den Traffic auf die eigentlich gefundene Seite bekommt, sondern der Suchmaschinennutzer nun eines der anderen Ergebnisse auswählt. In welchem Umfang die Suchmaschinennutzer diese Möglichkeit nutzen werden, bleibt abzuwarten.

Auswirkungen auf die Onlinereputation des einzelnen Autors kann dies auf jeden Fall haben, wenn dem Suchmaschinennutzer so die Möglichkeit gegeben wird, sich auf einfachem Wege schnell über die Kompetenz der jeweiligen Person in einem bestimmten Bereich zu informieren.

Von daher halte ich es für immens wichtig möglichst viele Webseiten, Blogs usw., wo man selbst mitarbeitet auch korrekt mit seinem Google+ Profil zu verknüpfen.

Webseiten korrekt mit Google+ verknüpfen

Wie verknüpfe ich nun meine Webseite korrekt mit Google+?

1. Eigenes Google+ Profil aufrufen
2. Auf den Bereich „Über mich“ gehen
3. Blauen Button „Profil bearbeiten“ anklicken
4. Nach unten scrollen zu „Macht mit bei“ und den Bereich anklicken, wenn er mit der Maus hellblau hinterlegt ist.
5. „Benutzerdefinierten Link hinzufügen“ anklicken
6. Die jeweilige Domain eintragen.
7. Danach auf „Speichern“ klicken.
8. Danach oben auf „Fertig“ klicken.

Dann noch auf der Webseite einen Link einbauen, der wie folgt aufgebaut ist:

https://plus.google.com/eureGooglePlus-ID?rel=author

Den Link als Textlink einbauen und als Linktext Google+ verwenden.

Idealerweise baut man den Link in die Sidebar oder den Footer einer Webseite ein.

Schreibt ihr als einer von mehreren Autoren in einem Blog mit, so packt ihr den Link am besten in das jeweilige Benutzerprofil auf dem Blog. Das wird dann in der Regel direkt unter dem jeweiligen Blogbeitrag eingeblendet.

Es ist davon auszugehen, daß Google Stück für Stück den sich daraus ergebenden Authorrank immer stärker auch für die Berechnung des normalen Rankings heranziehen wird. Dadurch kann es dann auch passieren, daß z.B. ein einzelner Blogbeitrag eines eigentlich recht schwachen Blogs richtig gut rankt, nur weil dieser als Gastbeitrag von einer Person mit starkem Authorrank geschrieben wurde und entsprechend mit dessem Google+ Profil verknüpft ist.

De Beschäftigung mit Google+ selbst wird dadurch immer wichtiger. Ein großes aktives Netzwerk bei Google+ wird sich wohl schon bald entsprechend positiv auf das Google-Ranking auswerken. SEO wird dann nicht mehr nur aus herkömmlicher Onpage- und Offpageoptimierung bestehen, sondern auch immer mehr aus der Schaffung eines starken Authorranks.

Mag Google keine Blogs mehr?

Zur Zeit machen einige Blogs mit solchen oder ähnlich lautenden Überschriften auf sich aufmerksam. Grund ist eine stichpunktartige Probe von zehn(!) Blogs, die in den letzten Jahren in der Sichtbarkeit bei Google stark gesunken sind.

Ja, wenn man sich auf eine derart kleine Zahl von Blogs beschränkt, dann kann man durchaus zu dem Schluß kommen. Aber seien wir mal ehrlich: es gibt zig Millionen Blogs im Netz und gerade mal zehn Blogs sollen der Beweis dafür sein, daß Google keine Blogs mehr mag?

Ich halte das für weit hergeholt. Mag durchaus sein, daß Blogs im Durchschnitt etwas schlechter ranken, aber selbst das wird durch diesen Vergleich nicht nachgewiesen. Selbst wenn es aber so wäre, heißt das noch lange nicht, daß die Blogs dadurch auch nachhaltig an Besuchern verloren haben. Was viele gerne mal vergessen: in den letzten Jahren haben sich zahlreiche neue Trafficquellen entwickelt und das Nutzungsverhalten der Internetnutzer hat sich auch verändert.

Vor fünf Jahren waren Dienste wie Facebook oder Twitter noch lange nicht so weit verbreitet wie jetzt. Während man damals noch alles dafür tat um bei google möglichst gut zu ranken, haben sich viele Blogger mit der Zeit auch stärker auf die sozialen Medien konzentriert und versuchen nun dort eine entsprechende Sichtbarkeit aufzubauen und holen sich große Teile des Traffics von dort. Das kann auch dazu führen, daß SEO dabei vernachlässigt wird und die Blogs daher an Sichtbarkeit verlieren.

Ein weiterer Grund dürfte auch daran liegen, daß früher eher mal in einem anderen Blog auf eine Thematik eingegangen wurde und dann der Urheber verlinkt wurde, während solche Diskussionen heutzutage sich eher in Richtung Facebook verlagern.

Alles in allem also viel Rauch um Nichts in meinen Augen.

Der Google Authorrank

Die Rankingkriterien bei Google unterliegen ständigen Veränderungen. Ein Faktor der in letzter Zeit immer stärker an Relevanz zunimmt ist der Authorrank.

Was ist der Google Authorrank?

Bei dem Google Authorrank handelt es sich um einen Rankingfaktor, der sich aus verschiedenen Einzelfaktoren zusammensetzt.

Hier wirken mit ein:

-die Anzahl und Stärke der Seiten auf denen der jeweilige Autor Inhalte veröffentlich
-das Engagement-Leves des Autors auf Google+, also wie viele Beiträge, Kommentare usw. von ihm dort sind
-das Erfolgslevel der Inhalte des Autors auf Google+, also wie oft die Beiträge geshart und kommentiert werden
-die Zahl der Google+ Kreise, in denen sich der Autor befindet
-weitere reziproke Google+ Verknüpfungen zu anderen bekannten Autoren

Mit der Stärkung des Authorranks als Rankingfaktor, soll dem Linkhandel ein Riegel vorgeschoben werden und so die Wichtigkeit von Links im Allgemeinen geschwächt werden.

Was kann man tun um einen hohen Authorrank zu bekommen?

Wichtigster Punkt: aktiv auf Google+ sein und wer sich dort einmal intensiver umschaut, der wird schnell feststellen, daß es dort gar nicht so tot ist, wie von manchen immer wieder gerne behauptet.

Desweiteren sollte man all seine Webseiten und Blogs mit Google+ verknüpfen. Wie das geht, habe ich hier beschrieben. Auch wenn man mit anderen gemeinsam ein Blog betreibt oder nur als Gastautor fungiert, sollte man sein dortiges Autorenprofil mit dem persönlichen Google+ Profil verbinden. Dies wirkt sich dann auch positiv auf den Authorrank aus.

Wer sich mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, wird also zukünftig nicht umhin kommen sich auch mit dem Authorrank und somit auch mit Google+ zu beschäftigen.