Domains: viel hilft nicht immer viel

Ein potentieller Kunde wollte mit mir die Optimierung eines Webprojektes besprechen. Dabei stellte sich heraus, daß von der entsprechenden Domain nur fünf Seiten im Index waren, die Startseite selbst sogar gar nicht. Das sah mir sehr nach einer Abstrafung aus. Stück für Stück kam dann heraus, daß der Kunde noch einige hundert Domains mehr besitzt. Ich habe mich dann mal dran gemacht und mir diese Domains näher angeschaut. Es war so wie ich befürchtet hatte: viele der Domains waren einfach falsch umgeroutet worden und so entstanden Unmengen an duplicate Content. Dadurch schoß sich der Kunde sozusagen selbst ins Aus.

Eigentlich wollte der Kunde sich über die zahlreichen Domains zusätzlichen Traffic beschaffen. Doch letztlich erzeugte er damit das krasse Gegenteil.

Ganz ehrlich, es macht keinen Sinn aus SEO-Sicht sich hunderte von Domains zu sichern, wenn man kein schlüssiges Konzept zur Verwendung dieser Domains hat. Letztlich verursachen diese Domains nur zusätzliche Kosten, können wie im oben geschilderten Fall auch kontraproduktiv wirken. Um die Domains richtig sinnvoll einzusetzen, müßte man für jede der Domains separaten unique Content produzieren sowie individuell Linkaufbau betreiben. Selbst dann ist noch nicht gesagt, daß die Domains auch ALLE bei Google ordentlich ranken und die verursachten Kosten wieder reinspielen.

Im o.g. Fall werden jetzt alle Domains geprüft auf die vorhandenen Inhalte und dann ggf. ordentliche 301-Weiterleitungen eingerichtet. Wobei ich dem Kunden auch ernsthaft empfohlen habe, sich vom Großteil der Domains zu trennen und sich auf die wichtigsten Domains zu konzentrieren und diese entsprechend zu optimieren.

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SEO ist tot

“SEO ist tot!” tönt es fast jeden Monat einmal durch das Internet. Meistens geschieht dies, wenn Google mal wieder ein neues Feature launcht.

Ich bin jetzt auch schon eine ganze Zeit im SEO-Bereich unterwegs. So vor rund 10 Jahren begann meine SEO-Laufbahn. Seit dem hat sich einiges verändert und mit der Zeit nahmen die Rufe “SEO ist tot!” immer mehr zu. Im übrigen: mit SEO kann man immer noch sehr gute Ergebnisse erzielen. Sicher, der Konkurrenzkampf nahm mit den Jahren immer mehr zu, aber unter tot stelle ich mir etwas ganz anderes vor.

Der neueste Coup von Google ist, daß im eingeloggten Zustand die Suchergebnisse stärker mit Google+ verknüpft werden und so Ergebnisse die von eigenen Kontakten geplusst worden weiter vorne angezeigt werden.

Das hat, wenn man mal genau drüber nachdenkt, nur bedingt Einfluß auf die Suchergebnisse und auch auf den Traffic der einzelnen Webseiten. Warum die Aufregung mal wieder vollkommen umsonst ist, so wie in den zig Dutzend Fällen davor auch, möchte ich mal kurz erklären.

1. Nicht jeder googelt im eingeloggten Zustand.
2. Nicht jeder nutzt Google+.
3. Nicht jeder hat zu jedem Suchergebnis Google+-Freunde die auch mal was passendes geplusst haben.
4. In der Regel sucht man ein- bis zweimal nach irgendwas. Niemand, außer wir SEOs, sucht regelmäßig (sic!) nach bestimmten Begriffen.
5. Nur weil ein Google+-Kontakt etwas geplusst hat, bedeutet das noch lange nicht, daß man selbst draufklickt.

Fazit: es wird sich nicht wirklich viel verändern. SEO ist auch dieses Mal nicht gestorben.

Wäre ich jedes Mal in Panik verfallen, würde ich inzwischen schon Stammkunde der Pharmaindustrie sein und mein Leben aus der Einnahme von Beruhigsmitteln und Herztabletten bestehen. Allerdings: ich habe immer noch einen ab und an viel zu niedrigen Blutdruck. So schlimm ist es also nicht.

Von daher: einfach locker bleiben und nicht jedes Mal gleich denken, daß SEO jetzt wirklich tot ist. So lange es Suchmaschinen gibt, so lange wird es auch Suchmaschinenoptimierer und ihre Dienstleistungen geben, auch wenn der Markt auch in Zukunft nicht leichter werden wird.

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Linkaufbau mit Pinterest

Über Pinterest im Allgemeinen habe ich vor kurzem an anderer Stelle berichtet. Der Dienst, von dem es inzwischen auch einige schnell aufgesetzte Copycats gibt, ist aber auch aus SEO-Sicht sehr interessant, was ich an dieser Stelle etwas detaillierter erläutern möchte.

Grundsätzlich gibt es einige Unterschiede zwischen Pinterest und Fotocommunities wie Flickr. Während ich bei Flickr Fotos nur direkt hochladen kann, kann ich bei Pinterest auch Fotos aus anderen Webseiten an mein Board heften. Dabei wird, die Juristen wird es freuen, immer auch ein direkter Link auf die ursprüngliche Quelle, z.B. die Produktunterseite eines Onlineshops, gesetzt.

Bei Pinterest besteht zudem die Möglichkeit auch Fotos die andere gepinnt haben, sich an das eigene Board zu heften. Dabei bleibt dann auch immer der Link zur ursprünglichen Quelle erhalten, zudem wird ein Link auf den Account des Pinterest-Users gesetzt, von dessen Board man sich das Bild an sein eigenes Board geholt hat.

Schön, wird sich mancher jetzt denken, nun bekomme ich also einen direkten Link von Pinterest. Ist das nun den ganzen Aufwand wert, dafür einen separaten Blogbeitrag zu schreiben?

Nun, es geht noch weiter. Wie auch bei anderen Diensten, bietet auch Pinterest die Möglichkeit an, das Bild z.B. in seine eigene Webseite einzubinden. Dafür wird ein fertiger Code angeboten. Das ganze sieht dann so aus wie hier zu sehen:

Wie man sieht wird direkt unter dem Bild ein Quellenhinweis eingeblendet. Der enthält auch einen Link zur ursprünglichen Bildquelle, sowie Links zu Pinterest und dem Board der Person, wo man sich den Code geholt hat.

Wer nun entsprechend interessante Fotos auf Pinterest veröffentlicht und sich dort auch ein entsprechendes Netzwerk aufbaut, der dürfte gute Chancen haben, daß seine Fotos (oder z.B. auch Infografiken) schnell populär werden und auch außerhalb von Pinterest Verwendung finden. Bei korrekter Nutzung des Pinterest-Codes bringt das dann auch Links von Seiten wo man sonst sicher nicht oder nur schwer rangekommen werden.

Fazit: gute Fotos machen kann hilfreich sein beim Linkaufbau!

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Vorausschauend bloggen bringt Traffic

Traffic, das ist das Zauberwort aus dem (nicht nur) Bloggerträume sind. Letztlich ist es der Traffic, der dafür sorgt, daß die Webseite oder das Blog auf die eine oder andere Weise zu Einnahmen für den Betreiber führt und dessen Bekanntheitsgrad erhöht. Doch wie kommt man an den heiligen Traffic, wie sorgt man dafür daß die Leute auf das Blog aufmerksam werden?

Vorausschauend bloggen kann den Traffic erhöhen

Alljährlich findet in Klein Kleckersdorf eine Zuchtbullenschau statt. Dann strömen zehntausende Besucher auf das Areal am Rande des Dorfes. Der geneigte Blogger kann sich dies zunutze machen, indem er bereits im Vorfeld über die Veranstaltung berichtet. Wo kann man parken, wie teuer ist der Eintritt, wie lauten die Öffnungszeiten usw. – alles Fragen die viele Besucher der Zuchtbullenschau vorab haben und über das Internet klären wollen. Wer dann rechtzeitig darüber gebloggt hat, der wird bei den im Normalfall nicht schwer umkämpften Begriffen recht weit vorne bei Google zu finden sein und einiges an Traffic abbekommen, wenn auch nur zeitlich begrenzt.

Sucht man sich aber nicht nur eine derartige Veranstaltung o.ä. aus, sondern derer vieler, so kann man auch übers Jahr verteilt immer wieder solche Trafficspitzen produzieren oder gar den Traffic dauerhaft signifikant steigern.

Häufig handelt es sich dabei nicht unbedingt um Singlekeywords, sondern eher um Keywordphrasen mit drei oder mehr Begriffen. Es muß sich dabei auch nicht zwingend um irgendwelche Veranstaltungen a la Konzerte oder Ausstellungen handeln, auch andere Ereignisse wie z.B. der eingeschränkte Busverkehr an bestimmten Tagen oder Sonderöffnungszeiten irgendwelcher Einkaufstempel können das Interesse der Leute wecken.

Also ruhig mal überlegen was eure gewünschte Zielgruppe interessieren könnte, vielleicht nicht unbedingt jetzt sondern erst in vier oder fünf Monaten.

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Wie gefährlich sind gekaufte Links?

Links kaufen ist böse – sagt Google.

Doch wie gefährlich ist so ein Linkkauf wirklich?

Vor kurzem bekam ich eine SEO-Anfrage eines Onlineshops, der dann auch ein Auftrag folgte. Im Rahmen der Vorbereitungen auf den Auftrag warf ich nochmal einen Blick auf die Webseite und war erstaunt: die Pagerankanzeige zeigte einen PR 8 an. Sicherheitshalber nochmal mit einem anderen Rechner geprüft, aber es blieb beim PR 8.

Die Backlinkanalyse zeigte dann auch recht schnell die Herkunft des Links. Eine PR 9-Seite war Linkgeber und man konnte auf der Seite eindeutig erkennen, daß der Link gekauft war. Die verlinkte Seite rankt übrigens recht gut. Doch stellt sich die Frage: wie lange noch?

Es gibt Themen, da kommt man ohne entsprechende Linkpower, die auch häufig aus gekauften Links stammt, nicht vorbei. Bei dieser Webseite wäre ein derartiger Link allerdings aus meiner Sicht nicht nötig gewesen. In vielen Fällen, fallen solche gekauften Links nicht auf. Einfach deshalb, weil die Mitbewerber sich vielfach mit dem Thema nicht auskennen.

Doch wer in Bereich wie Finanzen, Immobilien oder Mobilfunk tätig ist, der weiß wie hart der Wettbewerb ist und wie genau sich die Mitbewerber gegenseitig beäugen. Da kann es dann schon mal vorkommen, daß jemand auf der Seite eines Mitbewerbers einen gekauften Link entdeckt und den dann an Google meldet. Was man davon aus moralischer Sicht halten mag, muß jeder für sich entscheiden. Wenn Google dann erstmal so eine Meldung vorliegt, dürfte man sich sicher auch die anderen von dort verlinkten Seiten anschauen und entsprechend abwerten.

Fazit: eine Seite wurde gemeldet, 5 oder zehn oder zwanzig andere wurden dadurch gleich mit abgestraft.

Wer also solche Links mietet/kauft, der sollte sich auf jeden Fall bewußt sein, daß er damit auch ein gewisses Risiko eingeht. Wer Möglichkeiten hat dies zu vermeiden, der sollte darauf verzichten. Der grüne Balken, der sich dann ggf. um einiges verlängert ist schon lange nicht mehr das Nonplusultra.

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