Was man nach einer manuellen Abstrafung durch Google tun muss

 

Wer Googles Gunst genießt, ist in einer sehr komfortablen Situation. Jeden Tag kommen mühelos etliche Besucher auf die eigene Website und sorgen für einen stattlichen Umsatz. Die Suchmaschine sorgt dafür, dass Angebot und Nachfrage zusammenfinden und tut das vollkommen kostenfrei. Organische Besucher von Google sind für viele Unternehmer die bevorzugte Trafficquelle, da hier viele Leser zu zahlenden Kunden werden und nicht jeder Klick abgerechnet wird.

Es kommt jedoch in regelmäßigen Abständen vor, dass Webmaster und Unternehmer aufwachen, ihre Google-Platzierungen überprüfen und sich verwundert die Augen reiben. Man ist vollkommen aus dem Index geflogen und kein Besucher verirrt sich mehr auf die Website. Man hat eine Google Penalty bekommen. Die Umsätze brechen ein und die Existenz ist gefährdet. Eine schreckliche Situation die weltweit tausendfach eintritt und schon das Einkommen vieler Menschen zerstört hat. In diesem Beitrag wirst du erfahren, was genau eine Google Penalty ist, wie du sie wieder aufheben kannst und wie du dich anschließend vor diesem einschneidenden Erlebnis schützen kannst. Bereit? Dann geht es jetzt los!

Was ist überhaupt eine Google Penalty?

Google gibt sich große Mühe jede Website zu indexieren, also in den eigenen Suchergebnissen irgendwo anzuzeigen. Nach eigenen Unternehmensangaben gibt es über 100 Faktoren die bestimmen, für welche Suchbegriffe man gefunden wird. SEOs der ganzen Welt versuchen ständig diese zu identifizieren. Anschließend wird versucht die Website so zu verändern, dass bessere Platzierungen zugeordnet werden. Das Resultat ist ein ständiger Strom von Besuchern.

Wer die Manipulationen jedoch ausufern lässt, spielt mit dem Feuer. Google investiert viel Zeit und Geld um jene zu finden, die das Unternehmen austricksen wollen. Wenn es ein Webmaster offensichtlich darauf anlegt Google etwas vorzumachen, so kann er eine Penalty bekommen. Er fliegt aus dem Index und wird somit nicht mehr in der Suchmaschine gefunden. Ein Drama für jeden, der im
Internet Kunden gewinnt, oder seinen Kunden Suchmaschinenoptimierung anbietet.

Was für unterschiedliche Abstrafungen gibt es?

Eine Google Penalty sieht nicht immer gleich aus. Mal verliert man einige Plätze und damit wertvollen Traffic, mal können einzelne Unterseiten nicht mehr gefunden werden und in manchem Fällen fliegt die gesamte Domain aus dem Google Index.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen vom Google Algorithmus vorgenommenen Penaltys und manuellen Abstrafungen durch einen Mitarbeiter der Suchmaschine.

Wenn du gegen die Google Richtlinien verstößt, musst du damit rechnen eines Tages erwischt zu werden. Penguin, Panda, Hummingbird und Co schlafen nicht und werden Tag für Tag verbessert um akkuratere Ergebnisse zu liefern. Wer ihnen ins Netz geht, bekommt keine Benachrichtigung darüber. Lediglich gefallene Rankings deuten darauf hin.

Google rekrutiert andauernd die schlauesten Köpfe der IT und arbeitet daran jene zu fassen, die die Suchmaschine an der Nase herum führen wollen. Täglich werden etliche Websites von Mitarbeitern manuell unter die Lupe genommen und anschließend bewertet. Wenn hier etwas komisch erscheint, wird eine Google Penalty ausgesprochen.

Wie kann man feststellen, ob man eine Google Penalty bekommen hat?

Viele Webmaster arbeiten fieberhaft daran ihre Rankings wiederherzustellen und wissen gar nicht, dass eine Google Penalty auf ihrer Domain liegt. Das ist ärgerlich, da man so viel Zeit investiert, ohne an dem eigentlichen Problem zu arbeiten.

Wer eine manuelle Abstrafung erleidet, wird freundlicherweise in den Google Webmaster Tools darauf hingewiesen. Darüber hinaus wird einem auch mitgeteilt, weshalb diese Entscheidung getroffen wurde. Die häufigsten Gründe sind:

-dünner Content
-viele Redirects
-Keyword Stuffing
-unnatürliche Backlinks

Wer vom Google-Zoo ins Visier genommen wurde, wird darüber nicht unterrichtet. Hier hilft es nur regelmäßig die Rankings und auch den Traffic im Auge zu behalten. Wenn du hier einen plötzlichen Einbruch feststellen musst, aber keine Benachrichtigung in GWT findest, lag es wohl an Panda, Penguin, Hummingbird & Co.

Schritt für Schritt eine Google Penalty aufheben – so geht’s

Wer abgestraft wurde will dies so schnell wie möglich beheben. Am problematischsten sind die manuellen Abstrafungen, da sie dazu führen, dass man komplett aus dem Index verschwindet. Prinzipiell schafft man es nur dann wieder hinein, wenn ein Google Mitarbeiter dem zustimmt. Wie man das erreicht möchte ich dir hier genau erklären.

Feststellen weshalb man abgestraft wurde

Bei drei der vier häufigsten Abstrafungsgründe kann man das Problem relativ leicht beheben.

Zu dünne Inhalte
Wer zu dünne Inhalte präsentiert, muss diese aufbessern. Eine bewährte Strategie ist, das Thema zu googeln und einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen. Was bieten die ersten 10 Treffer dem Leser, was deine Seite nicht hat? Sind die Texte länger, umfangreicher und besser strukturiert? Fehlt es dir eventuell an Bilder und Videos? Würde es dem Leser nutzen, wenn du auf andere interessante interne und externe Inhalte verlinkst?

Denke darüber nach wie du dem Leser einen echten Mehrwert bieten kannst und lasse dich dabei von deiner Konkurrenz inspirieren.

Viele Redirects
Wer einige Redirects auf die eigene Seite leitet, oder externe einbaut, macht dies in der Regel um Google gezielt zu täuschen. Wenn du dafür eine Abstrafung bekommen hast, hast du wahrscheinlich bereits einen Plan B in der Hinterhand. Falls du deine Domain retten willst, solltest du alle Redirects sofort abschalten. Klingt logisch oder?

Keyword Stuffing
Je schlauer Google wird, desto geringer wird der Stellenwert der verwendeten Keywords. Während man vor einigen Jahren noch überall den begehrten Suchbegriff eingebaut hat um besser positioniert zu werden, distanziert man sich heute davon. Wer es dennoch macht, riskiert eine Google Penalty. Diese zu beheben ist einfach. Man muss einfach den Suchbegriff aus dem Text entfernen, oder gleich einen neuen Text verfassen. Achte auch darauf, dass er beispielsweise in Kategorie-Tags und in der Navigation häufig vorkommen kann.

Unnatürliche Backlinks – das größte Problem

Wer wegen unnatürlicher Backlinks abgestraft wird, hat es nicht leicht dies wieder rückgängig zu machen. Die am häufigsten vorkommende Abstrafung ist schwer zu beheben. Wenn es sich um eine vergleichsweise neue Domain mit wenig Inhalten handelt, lohnt es sich darüber nachzudenken, ob man nicht einfach eine neue Website auf einer neuen Domain startet. Wer viel Zeit und Geld in diese investiert hat, wird aber wohl alles versuchen um sie zu retten. In vielen Fällen gibt es auch noch Hoffnung. Ich habe bereits bei mehreren Websites geschafft, dass die Google Penalty wegen unnatürlicher Links aufgehoben wurde. Folgende Schritte sind dazu nötig:

1. Das komplette Linkprofil aufstellen

Im ersten Schritt muss man alle Backlinks in einer Tabelle zusammenstellen. Manuell ist das kaum möglich, aber es gibt zum Glück einige Tools die dir dabei helfen können. Ich nutze in der Regel:

Google Webmaster Tools
Ahrefs
Majestic SEO

Diese zeigen dir am zuverlässigsten alle Backlinks auf und es besteht die Möglichkeit sie in eine Tabelle zu exportieren.

Nachdem du das getan hast, musst du die drei Tabellen in eine kopieren und anschließend alle Duplikate löschen. Falls du Excel verwendest, hilft dir dieser Link dabei.

2. Alle schlechten Backlinks identifizieren

An dieser Stelle ist einiges an manueller Arbeit erforderlich. Zwar gibt es viele Tools die sich mit der Qualität eines Backlinks beschäftigen, jedoch hatte ich mit keinem von ihnen sonderlich gute Resultate. Wenn es um eine Website geht, die mir regelmäßigen Umsatz beschert, mache ich diesen Arbeitsschritt lieber von Hand,

Klicke auf jeden in einer Tabelle aufgelisteten Link und schaue dir die Website an. Finde den Link zu deiner Seite und überlege, ob du ihn behalten möchtest. Folgende Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle:

-der Traffic der Website
-die Anzahl der ausgehenden Links
-die Anzahl der eingehenden Links
-der Ankertext des Links

Je mehr Traffic die Website bekommt, auf der du deinen Backlink platziert hast, desto besser. Ein Link von einer toten Website bringt dir nichts und sollte entfernt werden.

Wenn besonders viele ausgehende Verlinkungen auf der Website sind, ist dies ein schlechtes Indiz. Google könnte sie als Linkfarm werten und wenn du hier verlinkt wirst ist das negativ für dich.

Wenn es viele eingehende Verlinkungen von hoher Qualität gibt, ist das ein positives Signal. Jeder Link wird als eine Empfehlung gewertet und trägt dazu bei, dass die Website stärker wird.

In vielen Fällen wird eine Abstrafung vorgenommen, wenn die Ankertextverteilung unnatürlich aussieht. Ein Großteil deiner Links sollte den Markennamen, die Domain oder einen generischen Ankertext wie beispielsweise „klicke hier“ enthalten. Falls in vielen Fällen der gewünschte Suchbegriff genutzt wurde, ist das riskant.

Besuche jeden Link und wirf einen Blick auf die Seite. Wenn du den Backlink behalten möchtest, markierst du ihn grün. Falls er lieber gelöscht werden sollte, markierst du ihn rot.

Um dir die Arbeit etwas zu erleichtern, kannst du beispielsweise alle Links von einer vertrauenswürdigen Domain wie www.focus.de gleich grün markieren.

3. Tritt mit den Webmastern in Kontakt

Nun wo du weißt welche Links von schlechter Qualität sind und entfernt werden müssen, ist es an der Zeit um die Löschung dieser zu bitten. Das kann sehr zeitraubend sein und du solltest dich auf einen langwierigen Prozess einstellen. Kopiere jeden rot markierten Link in die Adresszeile deines Browsers und versuche den Betreiber ausfindig zu machen. Alle deutschen Websites müssen über ein Impressum mit einer Kontaktmöglichkeit verfügen. Auch ein Kontaktformular erfüllt den Zweck und kann von dir benutzt werden. Ansonsten verrät dir Denic wer der Inhaber einer Domain ist.

Verschicke eine kurze E-Mail mit folgendem Text:

„Hi, ich habe auf folgender URL (hier den Link zu deinem ungewünschten Backlink) eine Verlinkung zu meiner Seite (hier ein Link zu deiner Website) gefunden. Bitte entfernen Sie diese für mich. Vielen Dank im Voraus, (dein Name).“

Einige werden dir auf diese E-Mail antworten und den Link für dich entfernen. Wenn dies geschieht, solltest du den Eintrag in deiner Tabelle von Rot zu Türkis ändern. Falls deine Anfrage ignoriert wird, änderst du die Farbe von Rot zu Gelb. Sei hierbei sehr sorgfältig, da es an späterer Stelle wichtig werden wird.

4. Die zweite E-Mail

Nach deiner ersten E-Mail solltest du etwa 30 Tage warten. Anschließend kannst du gut beurteilen, wer dich ignoriert und wer deine Backlinks gelöscht hat. Jene die dich ignorieren schreibst du nun erneut an. Weise sie darauf hin, dass du bereits vor einem Monat versucht hast sie zu erreichen und bitte sie erneut um das Löschen des Backlinks. Einige werden deine Anfrage vergessen haben und sich nun direkt darum kümmern. Wieder anderen ist es egal, oder sie überprüfen ihr Postfach nicht.

5. Die Links für ungültig erklären

Auch nach deiner zweiten E-Mail solltest du den Webmastern 30 Tage Zeit geben um deine Verlinkungen zu löschen. Wer es nun noch immer nicht getan hat, wird es wohl auch in Zukunft nicht tun. Jetzt ist es an der Zeit das Google Disavow Tool zu benutzen und damit die Links für ungültig zu erklären. Kopiere dazu alle noch nicht gelöschten Verlinkungen in eine Tabelle und lade diese im Tool hoch. Anschließend musst du Google etwa eine Woche Zeit geben um deine Anfrage zu bearbeiten.

6. Um die Aufhebung der Abstrafung bitten

Nachdem du all diese Schritte durchgeführt hast, ist es an der Zeit dich an Google zu wenden. Bitte sie darum die ausgesprochene Abstrafung aufzuheben und somit deine Website wieder in den Index aufzunehmen. In dem Google Webmaster Tools gehst du dazu einfach auf die Benachrichtigung die du erhalten hast, als du die Penalty bekommen hast und drückst auf „Request a Review“. Gib hier nicht zu, dass du absichtlich versucht hast den Algorithmus auszutricksen. Teile ihnen mit, dass du
alles dir in der Macht stehende unternommen hast um die qualitativ minderwertigen Verlinkungen zu entfernen. Zeige ihnen deine Tabelle, sprich die zwei versendeten E-Mails an und sag, dass du alle nicht gelöschten minderwertigen Links für ungültig erklärt hast.

Anschließend ist das Schicksal deiner Website nicht mehr in deiner Hand und dir bleibt nichts anderes übrig als zu warten. In vielen Fällen wird deine Google Penaltys aufgehoben, dafür gibt es jedoch keine Garantie. Teilweise liegt es stark an dem jeweiligen Mitarbeiter der für deinen Fall zuständig ist. Ich habe bereits erlebt, dass Webmaster nach dem „Reconsideration Request“ sofort wieder im Index gelandet sind, obwohl sie keinen Link gelöscht haben. Genau so musste ich aber auch mit ansehen, wie man trotz großer Bemühungen erneut abgelehnt wurde.

Mein Fazit

Wer eine Abstrafung abbekommen hat, sollte die Flinte nicht ins Korn werfen. Mit einigen Bemühungen kann man die Website durchaus wieder zu altem Ruhm erheben und viele Besucher glücklich machen. Für die Zukunft sollte man lernen, dass es langfristig profitabler ist nach Googles Regeln zu spielen. Gleichzeitig lohnt es sich, verschiedene Trafficquellen anzuzapfen und sich somit unabhängiger von den Suchmaschinen zu machen. Gute Alternativen sind soziale Netzwerke, bezahlte Werbung und eine eigene E-Mailliste.

Über den Autor:
Silvan Mundorf gründete mit einem langjährigen Freund Sacando, eine Werbeagentur deren Steckenpferd die Suchmaschinenoptimierung ist. Das Unternehmen betreut und berät nicht nur KMUs, sondern auch große Konzerne zu den Theman SEO, Social Media, E-Mailmarketing und Conversionoptimierung.

Mobile Darstellbarkeit wird zum Rankingfaktor

 

Der eine oder andere hatte in den letzten Tagen und Wochen unter Umständen schon eine Mail von Google in seinem Postfach, deren Überschrift lautete:

Beheben Sie Probleme der mobilen Nutzerfreundlichkeit„.

Wer so eine Mail bekam oder in den nächsten Tagen bekommt, der sollte selbige ernst nehmen.

Ab 21.04.2015 ist die mobile Nutzerfreundlichkeit einer Webseite ein wichtiges Rankingkriterium. Das wird dazu führen, daß zumindest in der mobilen Google-Suche Webseiten markiert und wohl auch schlechter gerankt werden, die nicht mobil vernünftig nutzbar sind. Inwieweit sich dies auch auf das Ranking bei Nutzung der Desktopsuche auswirkt, bleibt noch abzuwarten.

Der Grund ist klar: immer mehr Menschen nutzen mobile Endgeräte und erwarten auch, daß die angesurften Webseiten auf diesen Geräten vernünftig bedienbar sind. Google trägt damit einer sich stetig verändernden Nutzung ihrer Suchmaschine Rechnung.

In den Google Webmastertools kann man sich anzeigen lassen, welche Punkte am jetzigen Design Google kritisiert und was man ändern sollte. Wer sicher gehen möchte ob seine Webseite den Vorgaben von Google bezüglich mobiler Nutzungsfreundlichkeit entspricht, der kann dies direkt von Google überprüfen lassen. Etwaige Darstellungsprobleme werden dann sofort angezeigt.

Wer sollte sich der Problematik annehmen?

Faktisch jeder Webseitenbetreiber sollte prüfen ob seine Webseite mobil vernünftig bedienbar ist. Ansonsten sollte man schnellstens nachjustieren. Webseiten, die mobil nicht richtig bedienbar sind, verlieren schon jetzt Besucher, die sich dann über Google Alternativen suchen. Durch eine vernünftige Optimierung des Designs für mobile Endgeräte senkt man also auch die Absprungrate und erhöht die Umsätze, Kundenanfragen usw.

Suchmaschinenoptimierung in der Zukunft

 

Wie geht es weiter in Sachen Suchmaschinenoptimierung?

Diese Frage beschäftigt viele, insbesondere seit Google angefangen hat Seiten abzustrafen, die zu viel in Linkaufbau investiert hatten. Die Zeiten wo man einfach nur viele Textlinks mit einem bestimmten Keyword setzen musste und zuschauen konnte wie die Seite nach vorne wandert, sind längst vorbei.

Suchmaschinenoptimierung ist anspruchsvoller, arbeitsintensiver und durchaus auch vielfältiger geworden. Nichtsdestotrotz ist auch in Zukunft wichtig seine Webseite so zu gestalten, daß sie von den Suchmaschinen gut gecrawlt und recht weit vorne gelistet wird.

Die wichtigsten SEO Schwerpunkte 2015 auf einen Blick:

1. Linkquellen bereinigen

Viele Webseiten werden in letzter Zeit von Google abgestraft, weil sie zu viele nicht passende Links besitzen. Hier sollte man, auch wenn man bisher um eine Abstrafung herumgekommen ist, ansetzen und themenfremde Links entfernen. Dies ist zwar durchaus mit viel Arbeit verbunden, hilft aber eine Abstrafung zu vermeiden bzw. eine manuelle Maßnahme seitens Google aufzuheben und somit alte Rankings wiederherzustellen.

Die Weiterführung des Linkaufbaus sollte man erst anstreben, wenn man das Linkportfolio gesäubert hat und sich dann auf qualitativ hochwertige Links beschränkten. Klasse statt Masse ist in Zukunft in angesagt.

2. Google-Index bereinigen

Immer noch vielfach unterschätzt ist die Bereinigung des Google-Index von überflüssigen Suchergebnissen. Dabei kann durch diese Maßnahme der duplicate Content eingeschränkt bzw. vermieden werden. SEO heißt nicht möglichst viele Unterseiten in den Google-Index zu bekommen, sondern die wichtigen Unterseiten gut zum ranken zu bekommen. Duplicate Content sollte dabei vermieden, auch wenn es interner duplicate Content ist.

Also erst einmal prüfen wie viele Unterseiten das eigene Webprojekt hat und dann schauen wie viele Unterseiten Google indexiert hat. Weicht die bei Google festgestellte Zahl signifikant nach oben ab, sollte entsprechend gehandelt werden. Die Bereinigung des Google-Indexes ist eine teils langwierige Aufgabe, kann sich aber durchaus positiv auf das eigene Ranking der im Index verbleibenden Unterseiten auswirken. Insbesondere bei Onlineshops stelle ich immer wieder massig duplicate Content im Googleindex fest. Da kann es schon mal vorkommen, daß der Google-Index zehnmal so viele Ergebnisse beinhaltet, wie eigentlich da sein müssten. Die Gründe dafür sind vielfältig, meistens aber hausgemacht.

3. Saubere Onpageoptimierung von Webseiten

Auch 2015 gilt: zuerst die Onpage-Hausaufgaben machen, bevor man sich an Linkaufbau und Co. macht. Title-Tags, Description, interne Verlinkung – hier werden häufig sehr viele Fehler gemacht und eine Optimierung dieser Stellschrauben kann häufig bereits signifikante Verbesserungen beim Googleranking bedeuten.

4. Usabilityoptimierung

Usability ist ein indirekter Rankingfaktor. Findet sich der Nutzer auf der Webseite nicht gleich zurecht, muß er recht lang nach dem suchen was er eigentlich zu finden hofft, bricht er ab und sucht erneut bei Google nach Hilfe. Passiert dazu zu häufig, muß Google davon ausgehen, daß die jeweilige Webseite nicht relevant für das Gesuchte ist und dies kann dann ein schlechteres Ranking nach sich ziehen. Daher sollte man also die Webseite kritisch von außen beleuchten lassen um zu schauen an welchen Stellen man die Übersichtlichkeit und die Auffindbarkeit bestimmter Unterseiten verbessern kann. Große Stellschrauben bietet dazu auch häufig die interne Suche, deren Ergebnisse in vielen Fällen stark zu wünschen übrig lassen.

5. Mobile Design

Für mobile Endgeräte optimierte Webseiten werden immer wichtiger. Immer mehr Menschen nutzen Smartphones und Tablets und greifen damit auch auf Webseiten zu. Dafür müssen diese Webseiten aber entsprechend für diese Endgeräte in der Darstellung optimiert werden. Google wird in Zukunft Webseiten schlechter ranken, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind.

Content ist King

Das ist eigentlich nichts neues, doch wird diese Sau aktuell unter dem Namen „Contentmarketing“ wieder durchs virtuelle Dorf getrieben. Content zu produzieren, den andere in ihren Netzwerken, egal ob Twitter, Facebook, Whatsapp usw., teilen und so für steigende Popularität sorgen, für mehr eingehende Links aus Blogs usw.

Hier muß jeder für sich entscheiden wie er das Thema angeht, welche Inhalte er schafft um auf sich im Netz aufmerksam zu machen, um dafür zu sorgen, daß andere mit Links auf ihn verweisen. Der Kreativität sind hier fast keine Grenzen gesetzt. Erstellt Videos, arbeitet mit Infografiken, sorgt für Content, den kein anderer in der Form hat und der dem Leser tatsächlich einen Mehrwert bietet. Die Zeiten irgendwo für ganz kleines Geld billige 0815-Texte zu kaufen, auf eine Webseite zu packen und zuzuschauen wie sie rankt, sind definitiv vorbei.

SEO ist auch 2015 nicht tot, verändert sich aber drastisch. Darauf muß man sich einstellen und dann hat man auch in Zukunft gute Chancen bei Google gut zu ranken.

Gastbeitrag: Linkaufbau? Ja, aber wie?

 
Wer seine Webseite in den Suchmaschinen nach vorne bringen möchte für den ist das Thema wichtig. Google macht es uns allerdings im Moment nicht leicht das Thema anzugehen. In der Vergangenheit haben mehrere Updates von Google den Ranking Faktor „eingehende Links zur Zielseite“ stark beeinflusst. Mit der Folge, dass sich eine sehr große Verunsicherung in der SEO Branche breit macht.

Linkaufbau

Linkaufbau


Das Linkbuilding ist zur Königsklasse im SEO mutiert, während man noch in der Vergangenheit ganz einfach Links aufbauen konnte ohne großartig auf die Qualität der Links zu achten, kann man heute mit nur wenigen Links mit harten Money Keywords einen ganzen Onlineshop die Sichtbarkeit in Google kaputt machen. Erfahrung und Fingerspitzengefühl sind nun mehr denn je gefragt. Neben der Qualität der linkgebenden Seite und der Themenrelevanz, gibt es noch viele andere Faktoren für den Link zu beachten.

  • Welcher Linktext wird verwendet?
  • Ist der Link follow oder nofollow?
  • Wo ist der Link auf der Seite positioniert?
  • Wie stark wird der Link geklickt?
  • In welchem Kontext erscheint der Link?
  • Gibt es noch weitere externe Links auf der Seite?
  • Wenn ja, wie vertrauenswürdig sind die anderen verlinkten Seiten?
  • Wie passt der eingehende Link in das Linkprofil der eigenen Seite?
  • Wie schnell baut der Wettbewerb Links auf oder ab?

Usw.

Die Liste kann man noch weiter fortsetzen aber ich erspare mir jetzt weitere Details. Fakt ist, das ganze Thema ist nicht mehr so trivial wie vor ein paar Jahren. Das Thema ist sogar so komplex geworden, dass das Linkbuilding für eine große Internetseite einen eigenen Linkbuilding Manager benötigt, der sich nur mit diesem Thema befasst.

Professionelle Linkbuilding Tools für den Linkaufbau

Mittlerweile gibt es auch verschiedene SEO Tools die sich auf das Thema Linkbuilding & Management spezialisiert haben, z.B. Linkresearchtool, Linkbird und Linkbutler um nur die bekanntesten Tools zu diesem Thema zu nennen. Diese onlinebasierten Programme helfen ungemein im Linkmanagement. Wer größere Projekte im Linkbuilding betreut, sollte sich unbedingt mit diesen Tools beschäftigen. Mit ihnen lassen sich Linkpartnerschaften perfekt verwalten und kontrollieren. Neue Linkquellen können mit ihnen erschlossen werden. Wir wegen Link bilden abgestellt von Google abgestraft wurde sollte sich auf jeden Fall die Linkresearchtools ganz genau ansehen. Denn mit Ihnen kann man schlechte Links für die eigene Seite identifizieren.

Linkaufbaustrategie für die Zukunft

An dieser Stelle spare ich mir da übliche großartige Content Blablabla. Ich gehe einfach davon aus, dass jeder nur großartigen Content seinen Lesern zur Verfügung stellt, der aktiv SEO betreibt.

Erst vor kurzem wurden Linkmarktplätze wie Teliad oder Rankseller abgestraft. Webseiten die über diese Plattformen Links gekauft und verkauft haben, sind von Google mit einer „manuellen Maßnahme“ bestraft worden und sollten schnellstmöglich die gekauften bzw. verkauften Links abbauen oder mit „nofollow“ entwerten. Linkmarktplätze sollten generell gemieden werden, denn es ist für Google ganz einfach diese Links zu identifizieren. Man kann nie sicher sein, dass nicht doch Testkäufe von Google Mitarbeitern über solche Marktplätze getätigt werden, oder der Mitbewerber einen bei Google anschwärzt.

Neue Linkquellen sollten persönlich im direkten Kontakt oder in nichtöffentlichen Gruppen erschlossen werden.

Man bezahlt also nicht nur die Links die Aufgebaut werden, sondern vielmehr auch für das Know-how und das Vertrauen, dass der Linkbuilder über die Jahre aufgebaut hat mit. Linkbuilding ist immer noch eine hochgradig soziale Angelegenheit und man sollte als Linkmanager immer offen für neue Kontakte sein. Am leichtesten kommt man auf SEO-Treffen /Events, Barcamps und Branchentreffen mit potentiellen Linkgebern in Kontakt.

Was ich immer wieder erlebe, ist dass die aktuellen Geschäftspartner eine unterschätzte Linkquelle sind. Hier sollten gerade kleine Unternehmen als erstes ansetzen um Links für die eigene Website zubekommen. Manchmal kann es auch sinnvoll sein von einem eigenen Seitennetzwerk Links zu bekommen. Man baut also weitere themennahe Internetseiten auf und verlinkt dann immer thematisch passend zu seinen eigenen Seiten. Große Medienhäuser, wie z.B. Springer tun so etwas auch ganz offen. Ein Blick im Footer spricht Bände über diese Art von Linkbuildingstrategie.

Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Sammy Zimmermanns geschrieben. Er ist seit über 10 Jahren aktiv im SEO tätig und bloggt regelmäßig im Netz. Falls Sie Interesse an seinen Dienstleistungen haben, können Sie ihn über internet-pr-beratung.de, Facebook oder Google+ kontaktieren.

Google stampft das Authorship ein

 

Nun ist es offiziell: das Google Authorship wird komplett abgeschafft. Es wurde wohl auch zu selten benutzt und schaut man mal über die SEO/Social Media-Grenze hinweg, dann kann man das eigentlich so bestätigen. Wenn man nach Rechtsanwälten, Friseuren, nach Autos oder was auch sonst immer suchte: es waren nur weniger Google+ Profilbilder zu sehen, sprich es wurde nur sehr selten eingebaut. Vielleicht war Google damit ein wenig zu früh gestartet, vielleicht war es doch für manchen zu kompliziert, vielleicht lags an der anfänglich verhaltenen Nutzung von Google+.

Wie auch immer, ich empfinde es als schade. Allerdings gehe ich nicht davon aus, daß Google das auf sich beruhen lässt und weiter nach passenden Verknüpfungsmöglichkeiten sucht.

Google sagt zwar, daß der Wegfall der Profilbilder keine Auswirkungen auf die Klickraten hat, doch in einigen Bereichen dürfte das nicht stimmen, insbesondere da wo nur wenige Leute die Verknüpfung hergestellt hatten und dort somit als Vorreiter galten.

Im SEO / Social Media-Bereich, wo fast bei jedem der vorderen Ergebnisse das Bild zu sehen war, dürfte es tatsächlich keine signifikanten Auswirkungen haben.

Was Google sich als nächstes einfallen lassen wird, weiß wohl noch niemand, aber irgendwas wird kommen. Es hat jetzt übrigens weder Vor- noch Nachteile wenn man die gesetzte Verknüpfung bestehen lässt. Wer sich also den Aufwand der Entfernung sparen will, kann das tun. Wer weiß, vielleicht ist die irgendwann doch mal wieder zu etwas nützlich.

Ganz verschwinden die Google+ Profilbilder aber nicht aus den Serps. Bei eingeblendeten Google+ Suchergebnissen von eigenen Kontakten sind diese weiterhin sichtbar. Dazu hatte ich erst kürzlich hier ausführlich etwas geschrieben.

Mal wieder viel Bewegung im Suchmaschinenumfeld. Es bleibt weiter spannend.